In einer "offiziellen Stellungnahme" gegenüber der APA wird die Situation für die Mitarbeitenden als "derzeit sehr schwierig" beschrieben.

In einer "offiziellen Stellungnahme" gegenüber der APA wird die Situation für die Mitarbeitenden als "derzeit sehr schwierig" beschrieben.
"Durch den seit dem vorigen Jahr laufenden Change-Prozess und die damit verbundenen Umstrukturierungen ist der Bedarf an Beratungsgesprächen mit dem Betriebsrat merklich gestiegen. Vielfach zeigt sich, dass dieser Change-Prozess seitens der Geschäftsführung unzureichend kommuniziert und begleitet wird", so die Betriebsratsvorsitzende Marianne Novotny-Kargl namens des Gremiums.
Am Donnerstagnachmittag hat die derzeit in Krankenstand befindliche Direktorin von Schloss Ambras, Veronika Sandbichler, die die Causa ins Rollen gebracht hat, in einer Pressekonferenz getätigte Aussagen der KHM-Geschäftsführung zurückgewiesen. "Seit März 2025 habe ich gemeinsam mit meinem Team umfassende inhaltliche, strategische und strukturelle Konzepte sowie konkrete Maßnahmenvorschläge erarbeitet und der Geschäftsführung in zahlreichen Meetings präsentiert", wehrt sie sich in einer Aussendung gegen den Vorwurf mangelnden Veränderungswillens. "Substantielle Rückmeldungen oder Entscheidungen dazu blieben aus; ebenso eine ernsthafte Bereitschaft zu einer weiterführenden konstruktiven Diskussion."
Der Rückgang der Besucherzahlen im Schloss Ambras habe im Jahr 2024 lediglich 12 Prozent betragen, gleichzeitig seien die Ticketerlöse um 16 Prozent gestiegen. Sandbichler spricht von zwei Dienstverwarnungen im Oktober 2025 und Jänner 2026, die sachlich unbegründet und "aus meiner Sicht Instrumente der Einschüchterung" gewesen seien. Die erste habe einen geplanten Besuch der Bundespräsidenten Steinmeier und van der Bellen betroffen, über den sie nicht informiert habe, die zweite stehe im Zusammenhang mit der Auszahlung einer Jahresprämie an einen Mitarbeiter.
(APA/Red)
