Der Energiepreisindex kletterte im Februar gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent nach unten.
Die Preise für Haushaltsenergie sind im Februar im Jahresvergleich erneut gesunken. Der Energiepreisindex (EPI) ging um 4,1 Prozent zurück, wie die Energieagentur mitteilte. Besonders deutlich gaben Strom mit -7,6 Prozent und Heizöl mit -7,2 Prozent nach. Im Vergleich zum Vormonat stieg der EPI hingegen um 1,1 Prozent. Die Daten bilden die Lage vor Beginn des Iran-Kriegs ab, dessen Auswirkungen auf die Energiepreise erst in den kommenden Monaten sichtbar werden dürften.
Bereits im Februar deuteten die Treibstoffpreise auf eine Trendwende hin: Superbenzin verteuerte sich gegenüber Jänner um 1,3 Prozent, während Dieseltreibstoff um 2,2 Prozent zulegte. Heizöl verzeichnete mit einem Plus von 2,4 Prozent den stärksten Anstieg unter den flüssigen Energieträgern. Trotz dieser Zuwächse lagen die Preise im Jahresvergleich weiterhin unter den Werten von 2025: Superbenzin war um 5,7 Prozent günstiger, Diesel um 4,7 Prozent und Heizöl um 7,2 Prozent. Ein Liter Superbenzin kostete im Februar durchschnittlich 1,49 Euro, Diesel 1,53 Euro und Heizöl 1,08 Euro pro Liter.
Die Strompreise stiegen im Monatsvergleich um 0,9 Prozent, blieben jedoch im Jahresvergleich um 7,6 Prozent günstiger. Gas zeigte sich im Februar stabil, mit unveränderten Preisen gegenüber Jänner und einem leichten Rückgang von 1,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fernwärme hingegen verteuerte sich sowohl im Monats- (plus 0,2 Prozent) als auch im Jahresvergleich (plus 2,8 Prozent).
Bei festen Brennstoffen zeigte sich ein differenziertes Bild. Während Brennholz im Februar um 0,3 Prozent günstiger wurde und im Jahresvergleich 1,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag, stiegen die Preise für Holzpellets deutlich an. Mit einem Plus von 8,8 Prozent im Monatsvergleich und 27,0 Prozent im Jahresvergleich waren Pellets der größte Preistreiber unter den Energieträgern. Der Anstieg ist laut Energieagentur vor allem auf eine erhöhte Nachfrage zurückzuführen, die durch verstärkte Umstellungen auf pelletbasierte Heizsysteme ausgelöst wurde.
Angesichts der militärischen Auseinandersetzung im Nahen Osten warnt der Energieagentur-Experte Lukas Zwieb vor der "nächsten Energiepreiskrise". Erdgas und Rohöl seien zentrale Kostenkomponenten in zahlreichen Produktionsschritten, unter anderem auch in der Lebensmittelproduktion, erklärt er. Sollte das Preisniveau im Energiesektor über einen längeren Zeitraum erhöht bleiben, könnten sich diese Kostensteigerungen auf weitere Produktgruppen auswirken.