Der österreichische Mathematiker Martin Nowak hat seine Mitgliedschaft in der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zurückgelegt. Das Ethikkomitee, das von der ÖAW eingesetzt wurde, hätte eine Empfehlung über seinen Ausschluss bis Mitte April abgeben sollen.
Der österreichische Mathematiker Martin Nowak kommt einem möglichen Ausschluss aus der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zuvor und legt seine Mitgliedschaft sofort zurück. Das teilte die ÖAW, die ein Ethikkomitee zur Überprüfung von Vorwürfen im Zusammenhang mit dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein eingesetzt hatte, in einer Aussendung mit. Nowak war wegen seiner Epstein-Verbindung zudem von der US-Eliteuniversität Harvard freigestellt worden.
Ins Rollen gekommen ist die Angelegenheit nach Bekanntwerden von neuen Informationen nach aus den Millionen vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten. Die ÖAW hat daraufhin ein Ethikkomitee eingesetzt, das die Anschuldigungen auf Basis der öffentlich vorliegenden Informationen sowie einer Anhörung überprüfen und bis Mitte April eine Empfehlung abgeben sollte. Laut ÖAW stand das Komitee kurz vor dem Abschluss seiner Untersuchung. Weiter aufrecht ist die Überprüfung der Mitgliedschaft von Nowaks Doktorvater, dem Mathematiker Karl Sigmund.