Der Nationalrat hat am Mittwochvormittag gegen die Stimmen der FPÖ ein "mittleres Management" auch an Pflichtschulen etabliert.
Im Wesentlichen geht es darum, dass den Bildungsanstalten zusätzliche Stunden zur Verfügung gestellt werden, mit denen administrative Aufgaben erledigt werden können. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) erwartet sich eine Attraktivierung des Lehrerberufs.
Ganz anders sehen das die Freiheitlichen. Deren Abgeordnete Hermann Brückl und Werner Herbert plädierten dafür, eigenes Verwaltungspersonal einzustellen. Denn das heutige Gesetz sieht vor, dass weiter Lehrerinnen und Lehrer die administrativen Aufgaben übernehmen. Brückl sprach vom "Fortschreiben einer Irrfahrt". Die Grünen stimmten der Vorlage zu, wiewohl die stellvertretende Klubobfrau Sigrid Maurer ebenfalls auch Personen ohne Lehramt-Abschluss administrative Aufgaben übergeben würde.
Wiederkehr erkannte vor allem eine Entlastung von Direktorinnen und Direktoren. Auf bis zu vier Personen könnten die Tätigkeiten bei größeren Schulen aufgeteilt werden. Zudem glaubt er, dass der Lehrerberuf attraktiver wird. Denn entsprechende Aufgaben würden schon jetzt vielfach von Lehrern übernommen, das aber unentgeltlich.