Die Marillenblüte in Niederösterreich hat begonnen. Die ersten Bäume "haben ihre Knospen schon geöffnet. Wie sich die weitere Blüte entwickelt, ist aber aufgrund der angekündigten kalten Tage noch nicht ganz abzusehen", teilte Franz Schöberl, Obmann des Vereins Wachauer Marille, am Dienstag in einer Aussendung mit. Im Weinviertel, Österreichs größtem Marillenanbaugebiet, steht die Hauptblüte "unmittelbar bevor", sagte Landwirt Wolfgang Hackl zur APA.
Den Winter haben die Marillenbäume "gut überstanden", teilte der Verein auf seiner Webseite mit: "Der Blütenknospenansatz ist gut bis sehr gut." In der Wachau haben die ersten der rund 100.000 Bäume zu blühen begonnen. Livebilder liefert eine Webcam auf der Webseite . "Die Vollblüte wird voraussichtlich für die Osterwoche erwartet und dauert je nach Witterung zwischen zehn Tagen und drei Wochen", sagte Schöberl.
Genau beobachtet wird die Wetterprognose auch im Weinviertel, wo über 400 verschiedene Marillensorten wachsen. Zwar werden keine Minusgrade prognostiziert, aber nasskaltes Wetter sei für die Bestäubung "nicht von Vorteil", sagte Hackl, der einen Betrieb mit über 23.000 Marillenbäumen in Atzelsdorf, einer Ortschaft in Gaweinstal (Bezirk Mistelbach), führt.
Wer das Naturschauspiel erleben möchte, hat mit dem Frühlingsticket und der Tageskarte Wachau Alternativen zur Anreise mit dem eigenen Auto, teilte Donau Niederösterreich Tourismus mit. Ab 28. März verkehren die Schiffe auf der DDSG Blue Danube mehrmals täglich entlang der Donau.
Gefeiert wird das Naturschauspiel beim Kremser Marillenblütenmarkt (2.-4. April) und den Marillenblütenfesten in Arnsdorf (voraussichtlich 4.-6. April) und Mühldorf (12. April). Die letzten beiden Veranstaltungen finden - ebenso wie der Marillenblüten-Wandertag am 28. und 29. März bei Hackls Marille in Atzelsdorf - nicht bei Schlechtwetter statt.