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Höheres Förder-Budget für Heizkessel-Tausch gefordert

Heute, 16:46

Branchenvertreter der Heizungshersteller und der Holz- und Pelletsindustrie fordern in einem offenen Brief von der österreichischen Regierung, den Umstieg von Öl- und Gasheizungen auf umweltfreundlichere Alternativen wie Wärmepumpen und Biomassekessel stärker zu fördern.

Branchenvertreter fordern einen schnelleren Ausstieg aus Erdgas und Erdöl durch den jährlichen Austausch von mindestens 60.000 fossilen Heizsystemen gegen Wärmepumpen oder Biomassekessel. Dafür sollten die Mittel im Doppelbudget 2026/27 auf 500 Mio. Euro jährlich erhöht werden. Derzeit sind 360 Mio. Euro pro Jahr für die Jahre 2026 bis 203 vorgesehen, wobei bis zu 30 Prozent der Investitionskosten gefördert werden. Zuvor konnten bis zu 75 Prozent gefördert werden. Seit Februar gibt es nur noch Fördermittel für den Austausch von Kesseln, nicht mehr für energetische Sanierungen.

Zuwachs bei fossilen Heizungen

Allerdings waren die Fördermaßnahmen im Vorjahr nicht sehr erfolgreich: Während es bei den erneuerbaren Heizungstechnologien Absatzrückgänge um 20 bis 35 Prozent gab, stieg der Absatz fossiler Heizkessel um 10 Prozent auf rund 33.000 Stück, teilte der Verband Wärmepumpe Austria in einer Aussendung mit. Derzeit heizen laut dem Verband rund 1,2 Millionen Haushalte in Österreich mit Erdgas- oder Erdöl. Rund 10 Mrd. Euro würden daher jährlich an die Förderstaaten überwiesen.

"Durch den Energiepreisschock 2022 sind 20 Milliarden Euro an inländischer Wertschöpfung ins Ausland für Erdöl, Erdgas und Kohle abgeflossen", merkte Franz Titschenbacher, Präsident des Österreichischen Biomasse-Verbandes dazu an. Mit dem Iran-Krieg und der möglichen Schließung der Straße von Hormuz drohe der nächste Energiepreisschock.

Das höhere Förderbudget für die erneuerbaren Heizungstechnologien würde sich laut den Branchenvertretern rasch rechnen, "da die Budgeteinnahmen aus Steuern und Lohnabgaben durch die Produktion und Installation der Anlagen höher sind, als die erst nach der Investition ausbezahlten Förderungen." Die Hersteller der Anlagen sowie die Holz- und Pelletsproduzenten hätten jedoch ihre Kapazitäten ausgebaut - die derzeit jedoch nicht benötigt werden. Rund die Hälfte der in Österreich produzierenden Pellets würden derzeit exportiert.

(APA/Red)

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