Das Bundesheer hat seinen CO2-Ausstoß im Infrastrukturbetrieb durch die Umstellung auf 100 Prozent zertifizierten Ökostrom erheblich reduziert. Der Ausstoß sank von rund 22.550 auf etwa 1.440 Tonnen jährlich, was einem Rückgang von über 90 Prozent entspricht. Damit wird die Heeresinfrastruktur klimafreundlicher betrieben, indem vollständig erneuerbarer Strom aus Österreich genutzt wird.
Das Bundesheer plant, verstärkt nachhaltige Fernwärme zu nutzen und erneuerbare Energieanlagen auszubauen. Biomasse aus eigenen Beständen spielt dabei eine zentrale Rolle. Das Munitionslager Stadl-Paura und der Truppenübungsplatz Seetaler Alpe werden mit Holz aus dem Heeresforst beheizt. In der Benedek Kaserne in Bruckneudorf ist ein Biomasse-Heizwerk geplant, das mit Holz vom dortigen Truppenübungsplatz betrieben werden soll.
In puncto Stromversorgung deckt etwa am Truppenübungsplatz Lizum/Walchen (Tirol) ein eigenes Wasserkraftwerk den gesamten Strombedarf der Liegenschaft. Zusätzlich werden Photovoltaikanlagen betrieben, die mehr als 800.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen. Zudem werden dort derzeit Kollektorflächen in Kombination mit Batteriespeichersystemen ausgebaut. Auch die 2025 neu errichteten Unterkunfts- und Wirtschaftsgebäude der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt wurden mit Photovoltaikanlage ausgestattet. Auf dem Dach des Unterkunftsgebäudes entstand eine Photovoltaikanlage mit 1.038 Quadratmetern Fläche, am Wirtschaftsgebäude eine weitere Anlage mit 1.284 Quadratmetern.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) lobt die "konkreten Fortschritte" in Sachen Klimaschutz. "Durch den Einsatz von Ökostrom und den Ausbau erneuerbarer Energiequellen machen wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt nachhaltiger." Gleichzeitig werde damit die Versorgungssicherheit der Standorte gestärkt und in eine "zukunftsfähige Landesverteidigung" investiert, betonte Tanner.