Eine Untersuchung des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) ergab, dass Eigenmarken bei gefüllter Pasta aus dem Supermarkt-Kühlregal besser abschnitten als Markenprodukte, allerdings seien diese Lebensmittelerzeugnisse aufgrund langer Zutatenlisten und hoher Verarbeitung eher als Notfalllösung geeignet.
Convenience-Produkte aus dem Supermarkt-Kühlregal machen das Leben leichter – eine schnelle Mahlzeit im hektischen Alltag. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat 40 Produkte aus diesem Segment, konkret gefüllte Pasta, geprüft. 15 waren "gut", 23 "durchschnittlich", zwei "weniger zufriedenstellend". Generell sollte bedacht werden, dass solche Lebensmittel hochverarbeitet sind und lange Zutatenlisten aufweisen. Sie eignen sich nicht für jeden Tag, so die Fachleute.
Gecheckt wurde Pasta mit Füllungen aus Spinat, Ricotta, Fleisch oder Pilzen sowie regionale Klassiker wie Kärntner Kasnudeln. Die besten Plätze erzielten drei fleischlose Produkte: Chef Select (Kärntner Kasnudeln sowie Ricotta-Spinat-Nudeln) und Simply Good (Tortelloni Ricotta und Spinat). Eigenmarken schnitten tendenziell besser ab als Markenprodukte.
Rund zwei Drittel der Erzeugnisse wurden vom VKI als "sehr hoch verarbeitet" eingestuft. Hersteller geben zudem häufig nicht an, aus welcher Haltungsform die Eier stammen. Für viele Konsumentinnen und Konsumenten sei das jedoch eine wichtige Information für die Kaufentscheidung.
Zwei Produkte erhielten – unter anderem wegen mangelnder Kundenfreundlichkeit der Verpackung – ein "weniger zufriedenstellend". Die Schrift sei schwer lesbar, weil zu klein oder verschwommen bzw. wurden Allergene weniger deutlich hervorgehoben als bei anderen Herstellern.
"Die Zutatenliste ist bei vielen Produkten oft sehr lang", sagte VKI-Ernährungswissenschafterin Nina Eichberger. "Neben klassischen Zutaten wie Hartweizengrieß, Eiern oder Käse werden regelmäßig auch Aromen, Süßmolkenpulver oder verschiedene Zusatzstoffe eingesetzt."
Beim Nutri-Score wurden die überprüften Produkte überwiegend mit C, teilweise mit D bewertet. "Gefüllte Pasta ist damit zwar eine praktische, ernährungsphysiologisch aber meist nicht besonders ausgewogene Wahl - vor allem in Hinblick auf den relativ hohen Anteil an Kohlenhydraten, Salz und Fett", erläuterte Eichberger. "Als gelegentliche Mahlzeit zwischendurch kann gefüllte Pasta eine Option sein, idealerweise sollte sie aber mit einer Gemüsebeilage oder einem Salat kombiniert werden."