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Schutzbauten verhinderten Lawinenschäden in Österreich

Heute, 05:00

Mit 29 Lawinentoten hat sich die aktuelle Wintersaison gefährlich gezeigt. Unter den Opfern waren laut Umweltministerium auch besonders viele erfahrene Tourengeher und Variantenfahrer, häufig auch aus dem Ausland.

"Der Klimawandel macht Lawinen nicht harmloser, sondern komplexer. Mehr Nassschneelawinen bedeuten eine Gefahr, die noch schwerer kalkulierbar ist", so Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) am Montag.

Das Umweltministerium (BMLUK) zog zum Ende der Saison trotz der herausfordernden Situation beim Schutz von Siedlungsräumen und der Infrastruktur eine positive Bilanz. Im BMLUK ist der "Forsttechnische Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung" (WLV) angesiedelt. Die von der WLV geplanten und errichteten Schutzverbauungen sowie ein konsequentes Schutzwald-Management haben sich im heurigen Winter bewährt, hieß es in einer Aussendung des Ministeriums.

Schäden seien durch gezielte Präventionsmaßnahmen verhindert und Evakuierungen vermieden worden. Wirkungsvoll hätten sich dabei Anbruchverbauungen gezeigt, die in Höhen bis 3.000 Meter Schneemassen zurückhalten, aus denen sich ansonsten Lawinen entwickeln würden.

Ausgaben von 155 Millionen Euro im Vorjahr

"Die vorausschauenden Investitionen in den Schutz vor Naturgefahren - allein 155 Millionen Euro im Jahr 2025 - sind essenziell für die Sicherheit der Österreicherinnen und Österreicher", sagte Totschnig. Laufende Projekte wie beispielsweise der Bannwald Hallstatt (Oberösterreich), die Gweil-Lawine (St. Gallenkirch, Vorarlberg) oder die Lahnkendel-Lawine (Saalbach-Hinterglemm, Salzburg) werden weiter fortgesetzt. Zudem seien zahlreiche neue Projekte in Aussicht, etwa die Kopfkrax-Lawine (Waidring, Tirol) und die Eiskar-Lawine (Ramsau, Steiermark).

(APA/Red)

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