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Klimawandel: Europa droht drastischer Anstieg von Waldschäden

Gestern, 07:00

Eine Studie der TU München prognostiziert einen starken Anstieg von Waldschäden in Europa durch den Klimawandel. Selbst bei einer optimistischen Erwärmung um zwei Grad Celsius werden Brände, Stürme und Borkenkäfer zunehmen. Steigt die Temperatur bis 210= um vier Grad, könnte sich die geschädigte Waldfläche verdoppeln.

Experten für Waldmanagement verwendeten Satellitenbilder und ein KI-gestütztes Modell, um die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels auf europäische Wälder in den nächsten Jahrzehnten zu prognostizieren. Süd- und Westeuropa werden besonders betroffen sein, während Nordeuropa weniger Auswirkungen spüren wird. Die Forscher warnten vor möglichen wirtschaftlichen Problemen auf den Holzmärkten und betonten die hohe gesellschaftliche Bedeutung der Wälder.

Klimawandel: Dauerhafte Erwärmung von eineinhalb Grad wohl bereits eingetreten

Eine mutmaßlich dauerhafte Erderwärmung von eineinhalb Grad gegenüber vorindustriellem Niveau trat nach Einschätzung führender Expertengremien wie dem Weltklimarat wohl bereits ein oder steht kurz bevor. Ein Rückgang des Temperaturanstiegs wäre demnach nur bei einer starken Reduktion des CO2-Ausstoßes möglich, wonach es bisher nicht aussieht. Experten zufolge steuert die Erde selbst bei Einhaltung aller aktuellen Klimaschutzzusagen auf ein Plus von mehr als zwei Grad bis 2100 zu. Bereits in den vergangenen Jahren nahmen Waldschäden dramatisch zu. Schuld waren unter anderem anhaltende Dürren, die Bäume schwächten. Das macht sie auch anfälliger für Befall durch Borkenkäfer. Dazu kamen zahlreiche Waldbrände und Sturmschäden.

(APA/Red)

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