Die ÖGK streicht die Finanzierung für Sekundärtransporte, berichtete als Erstes die "Kronen Zeitung" am Donnerstag.
Auf APA-Nachfrage bestätigte die ÖGK, dass die Kürzungen in Höhe von 9,8 Mio. Euro österreichweit ab 1. Mai schlagend werden. Die Bundesländer seien bereits über die Einsparungen informiert worden, Zusatzkosten für Patienten sollen nicht entstehen. Aus Sicht der ÖGK ist die Leistung durch die Krankenanstaltenfinanzierung von sechs Mrd. Euro jährlich abgedeckt.
Ein Sekundärtransport wird dann durchgeführt, wenn bereits in einem Klinikum versorgte Patientinnen und Patienten von einer medizinischen Einrichtung in eine andere spezialisierte Versorgungseinheit gebracht werden. Geht es nach der Gesundheitskasse, soll laut einer Sprecherin die Abrechnung für Sekundärtransporte "direkt mit den jeweiligen Rechtsträgern der Krankenanstalten" erfolgen, da die ÖGK jährlich rund sechs Mrd. Euro im Rahmen der Krankenanstaltenfinanzierung an die Spitäler zahlt. Rechtsträger können etwa Länder, Städte, Gemeinden oder private Träger sein.
Mehrkosten für Patientinnen und Patienten sind laut ÖGK "ausgeschlossen". Nach den Angaben der ÖGK gab es 2025 österreichweit 47.600 Sekundärtransporte (45.000 Fahrten und 2.600 Flüge) und einen jährlichen Aufwand von 9,8 Mio. Euro. Die Sprecherin sagte auf Nachfrage der APA, im Vorfeld der Entscheidung habe man sich "natürlich rechtlich abgesichert".
Von einer Information der Bundesländer wisse man in Niederösterreich nichts, hieß es indes aus dem Büro von Landesrat Anton Kasser (ÖVP). Weder Land oder Landesgesundheitsagentur noch der NÖGUS (NÖ Gesundheits-und Sozialfonds) sei "über irgendwas informiert" worden. Eine etwaige Abrechnung der Patiententransporte durch die ÖGK direkt mit den Trägern spare Verwaltungsaufwand und werde grundsätzlich begrüßt. "Fest steht jedoch: Die Leistung muss zusätzlich zur jetzigen Spitalsfinanzierung verstanden werden. In den Bundesgesetzen ist nämlich geregelt, welche Summe an die Länderfonds bezahlt wird. Die Kosten für Sekundärtransporte sind dort nicht enthalten, da sie ja bisher auch direkt mit den Rettungsorganisationen abgerechnet werden."