Inmitten der weltweiten Marktturbulenzen wegen des Iran-Kriegs hat Österreich mit der Ausgabe von zwei syndizierten Bundesanleihen 3,5 Mrd. Euro frisches Kapital aufgenommen.
Das Emissionsvolumen der neu begebenen dreißigjährigen Staatsanleihe belief sich auf 2,5 Mrd. Euro, die Emissionsrendite auf 3,778 Prozent. Die grüne Bundesanleihe 2023-2029 wurde bei einer Rendite von 2,373 Prozent um 1 Mrd. Euro aufgestockt, teilte die Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) mit.
Österreich habe bei der Anleihenbegebung angesichts der geopolitischen Entwicklungen bei Investoren von seinem "sicherer Hafen"-Status profitiert, so die OeBFA. Syndizierte Staatsanleihen werden seit 1999 im Wege eines Bankenkonsortiums emittiert. Die OeBFA managt die Finanzschulden des Bundes und kümmert sich unter anderem um die Begebung der Bundesanleihen. Die Republik Österreich plant heuer zwischen 43 und 47 Mrd. Euro über Bundesanleihen an den Finanzmärkten aufzunehmen. Ende Jänner lag die Finanzschuld des Bundes bei 314,51 Mrd. Euro mit einer effektiven Verzinsung von 2,07 Prozent per annum und einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 11,79 Jahren.