"Unser Aufruf gilt der Deeskalation, um keinen Flächenbrand zu erleben", so Außenministerin Meinl-Reisinger vor einem Gespräch mit Van der Bellen am Montag in der Präsidentschaftskanzlei in Wien.

"Unser Aufruf gilt der Deeskalation, um keinen Flächenbrand zu erleben", so Außenministerin Meinl-Reisinger vor einem Gespräch mit Van der Bellen am Montag in der Präsidentschaftskanzlei in Wien.
"Das iranische Regime ist das letzte, für das ich Sympathie empfinde", meinte Van der Bellen weiter. Er hoffe, dass die Situation "früher oder später zu einem anderen Regime im Iran führt, das den Interessen der Bevölkerung nahekommt - zumindest mehr, als es derzeit der Fall ist." Mit den wirtschaftlichen Effekten der aktuellen Kriegshandlungen angesichts des steigenden Ölpreises oder einer möglichen Unterbrechung der Lieferketten "werden wir auch noch fertig werden".
Meinl-Reisinger sagte, man sei im Kontakt mit den Außenministern der Region, insbesondere auch der Golfstaaten: "Sie sind in der neuen Situation, dass sie angegriffen wurden, ohne es provoziert zu haben." Sie verwies darauf, dass der Krisenstab im Außenministerium immer wieder tage und die Situation laufend bewerte. Nach Angaben des Außenministeriums befinden sich derzeit 17.700 Österreicher in der Region, darunter 2.600 Reiseregistrierte.
Angesichts der Eskalation im Nahen Osten wurde der iranische Botschafter Asadollah Eshragh Jahromi am Montag ins Außenministerium einbestellt, wie das Ministerium mitteilte. Im Gespräch hat Österreich seinen Protest gegen die Eskalationsschritte des Mullah-Regimes übermittelt und auf eine rasche Deeskalation gedrängt. Insbesondere die Angriffe auf die Golfstaaten wurden demnach scharf kritisiert. "Gegenüber dem iranischen Botschafter wurde die Einhaltung des Völkerrechts, der Schutz der Zivilbevölkerung und die Achtung der territorialen Integrität und Souveränität der Nachbarstaaten eingefordert", zitierte die Mitteilung Außenministerin Meinl-Reisinger.
(APA/Red)
