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Lehrer-Gewerkschafter kritisiert geplantes "Mittleres Management" an Schulen

Gestern, 16:27

Die Lehrergewerkschaft hat das "Mittlere Management", das ab Herbst Schulleitungen bei pädagogisch-organisatorischen Aufgaben unterstützen soll, kritisiert. Paul Kimberger von der FCG bezeichnete die Pläne als unausgereift und bemängelte unzureichende Unterstützung für kleinere Schulen.

"Nicht nur größere Schulen brauchen Entlastung, alle Schulen brauchen Entlastung", so Lehrer-Gewerkschafter Kimberger im ORF-Radio. Außerdem fehlt aus seiner Sicht ein klares Aufgabenprofil für jene Lehrkräfte, die zur Unterstützung der Direktion eine Stundenfreistellung bekommen. Das "Mittlere Management" soll die Schulleitung etwa bei Elternarbeit, der Organisation von Schulveranstaltungen oder der Verbesserung der Schulqualität unterstützen und entlasten. Das neue Modell soll schrittweise die erst mit diesem Schuljahr eingeführten "pädagogisch-administrativen Fachkräfte" ersetzen.

"Mittleres Management": Stufenweise Einführung an kleinen Pflichtschulen

Laut Bildungsministerium soll das "Mittlere Management" auch an kleinen Schulen angeboten werden, im Ministerrat hatte Ressortchef Christoph Wiederkehr (NEOS) von einer bis sechs Wochenstunden für kleine und mittelgroße Schulen bis 13 Klassen gesprochen, für große Schulen seien es bis zu 15. In den Unterlagen zum Gesetzesentwurf selbst, um den laut dem Minister in der Koalition lange gerungen wurde und der bis 9. März in Ausschussbegutachtung ist, findet man keine Zahlen. Das Ausmaß an Ressourcen richtet sich nach der Klassenzahl und werde in einer Verordnung näher geregelt, heißt es dort.

Wegen der Budgetsituation soll das "Mittlere Management" laut den Erläuterungen allerdings über zwei Jahre ausgerollt werden. An Schulen mit mindestens 15 Klassen wird mit Herbst gestartet. An kleineren Schulen gibt es vorerst weiter die neuen "pädagogisch-administrativen Fachkräfte", ab Herbst 2027 soll auch dort auf das "Mittlere Management" umgestellt werden. Die ersten Erfahrungen mit der Umsetzung der pädagogischen Fachkraft haben dabei laut dem Vorblatt zum Gesetz gezeigt, dass "kleinere Schulen zusätzliche Unterstützung brauchen". Die Staffeln sollen deshalb angehoben werden.

(APA/Red)

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