In Niederösterreich beginnen dieses Jahr 28 neue Hochwasserschutzprojekte mit einem Gesamtinvest von 85 Millionen Euro, so Landesvize Pernkopf. 2025 wurden 16 Projekte abgeschlossen und etwa 40 Millionen Euro ausgegeben. Nach der Flutkatastrophe von 2024 werden auch Pegelstationen ausgebaut, 40 zusätzliche wurden kürzlich installiert.
Unter den in diesem Jahr beginnenden Projekten stechen das Hochwasserschutzprojekt Hassbach in Warth im Bezirk Neunkirchen mit einem Budget von 16 Millionen Euro sowie die Dammsanierung an der besonders schwer von der Flutkatastrophe getroffenen Perschling mit 15 Millionen Euro finanziell hervor.
"Das Hochwasser im September 2024 hat deutlich gemacht, wie entscheidend rechtzeitige Vorsorge ist, denn dort, wo bereits in den Hochwasserschutz investiert wurde, konnten Schutzbauwerke noch größere Schäden verhindern. Deshalb wird auch 2026 konsequent weitergebaut, mit großen und kleineren Projekten in allen Regionen Niederösterreichs", sagte Pernkopf laut einer Aussendung. "Das Ziel ist klar: Wir wollen das Leben der Menschen leichter und sicherer machen." Insgesamt gibt es in Niederösterreich nun 930 Messstellen, 360 davon sind in Echtzeit auf der Landeshomepage verfügbar, wurde betont. "Mehr Pegelstationen bedeuten gezieltere Prognosen, die durch neue Systeme, etwa für die Pielach, sowie die Überarbeitung und Erweiterung des Kamp, zusätzlich verbessert werden", hielt Martin Angelmaier, Leiter der Gruppe Wasser beim Amt der NÖ Landesregierung, fest. Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner verwies auf die gestärkte Schlagkraft der Helfer. Nach dem Hochwasser 2024 wurde ein Investitionspaket von über fünf Millionen Euro gemeinsam mit dem Land Niederösterreich für Pumpen und Elemente geschnürt.