2025 hat einen historischen Tiefstand bei der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau in Österreich gebracht. Vorläufigen Daten zufolge kamen 75.718 Kinder zur Welt.
Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau ist mit 1,29 im Vorjahr in Österreich auf ein weiteres historisches Tief gesunken. 75.718 Kinder wurden laut vorläufigen Daten lebend geboren, um 2,0 Prozent weniger als 2024. Das zeigt die am Mittwoch veröffentlichte Geburtenbilanz 2025 der Statistik Austria. Mit 86.766 Personen verstarben 1,9 Prozent weniger als 2024. Die Lebenserwartung bei der Geburt stieg um 0,3 Jahre und erreicht bei Männern 80,2 und bei Frauen 84,6 Jahre.
Negative Geburtenbilanz
Laut den Zahlen starben um 11.048 Menschen mehr als geboren wurden. "2025 gab es in Österreich zum sechsten Mal in Folge mehr Sterbefälle als Geburten", also eine negative Geburtenbilanz, berichtete Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. "Niedriger war die Zahl der Neugeborenen zuletzt 2001, damals war die Gesamtbevölkerung aber auch um mehr als eine Million kleiner als 2025", erläuterte sie in der Aussendung. Mit der durchschnittlichen Kinderzahl pro Frau von 1,29 sei der bisherige Tiefststand von 2024 mit 1,31 bereits wieder unterschritten worden.
Bei den Lebendgeborenen gab es im Vergleich zu den endgültigen Ergebnissen 2024 in sieben Bundesländern einen Rückgang. Dieser fiel im Burgenland mit minus 5,4 Prozent und in Vorarlberg mit minus 4,2 Prozent am stärksten aus, gefolgt von Oberösterreich mit minus 3,4 Prozent sowie Tirol und der Steiermark mit je minus 3,0 Prozent. Am wenigsten stark ging die Zahl der Neugeborenen in Niederösterreich mit minus 1,8 Prozent und in Wien mit minus 0,9 Prozent zurück. In Salzburg gab es ein Plus von 1,8 Prozent und in Kärnten von 0,6 Prozent und somit jeweils einen Geburtenanstieg.
Die vorläufigen Zahlen der Sterbefälle 2025 lagen in sechs Bundesländern unter jenen des Vorjahres. Am höchsten fiel der Rückgang dabei in Wien mit minus 5,7 Prozent und in Salzburg mit minus 5,1 Prozent aus, am niedrigsten in Oberösterreich mit minus 1,0 Prozent. In der Steiermark mit plus 1,3 Prozent, in Tirol mit plus 0,9 Prozent und in Kärnten mit plus 0,6 Prozent wurden 2025 mehr Sterbefälle als im Jahr davor registriert.
Positive Geburtenbilanz in Wien
Die vorläufige Bilanz aus Lebendgeborenen und Gestorbenen war damit in drei Bundesländern positiv, am ausgeprägtesten in Wien mit einem Wert von plus 2.950, gefolgt von Vorarlberg mit plus 240 und Salzburg mit plus 31. In den sechs anderen Bundesländern gab es weniger Neugeborene als Gestorbene, insbesondere in Niederösterreich mit minus 5.354, in der Steiermark mit minus 3.781 und in Kärnten mit minus 2.249.
Die vorläufige Zahl der im ersten Lebensjahr Gestorbenen lag bei 235, daraus ergibt sich eine Säuglingssterberate von 3,1 Promille. Sowohl bei den Geburten als auch bei den Sterbefällen sei noch mit Nachmeldungen zu rechnen, erläuterte die Statistik Austria zu den vorläufigen Daten.