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EU-Regel: Zeitumstellung 2026 kommt früher als gewohnt

Gestern, 12:42

Die Uhren werden heuer bereits am 29. März auf Sommerzeit vorgestellt – einen Tag früher als 2025. Was simpel klingt, hat eine klare Erklärung. Und für Autofahrer bringt die Umstellung ein konkretes Risiko mit sich.

Die Zeitumstellung rückt näher, und 2026 kommt sie früher als im Vorjahr. Während die Uhren 2025 erst am 30. März vorgestellt wurden, ist es heuer schon am 29. März so weit. Der Grund dafür ist weder ein politischer Beschluss noch eine Sonderregelung – sondern schlicht der Kalender.

Warum die Zeitumstellung 2026 einen Tag früher kommt

Seit 1996 gilt in der gesamten Europäischen Union eine einheitliche Regelung: Die Sommerzeit beginnt jeweils am letzten Sonntag im März. Da sich die Wochentage von Jahr zu Jahr verschieben, fällt dieser letzte Sonntag nicht immer auf dasselbe Datum. 2025 war es der 30. März, heuer ist es der 29. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr vorgestellt – die Nacht wird also um eine Stunde kürzer.

Was sich in Österreich konkret ändert

Die Auswirkungen sind im Alltag deutlich spürbar. Aktuell geht die Sonne in Wien gegen 17.30 Uhr unter. Nach der Zeitumstellung Ende März verschiebt sich der Sonnenuntergang auf rund 19.30 Uhr – zwei zusätzliche Stunden Tageslicht am Abend. Für alle, die nach Feierabend noch etwas vom Tag haben wollen, ist das eine willkommene Veränderung. Morgens macht sich die Umstellung weniger bemerkbar, weil die Tage ohnehin deutlich länger werden.

Achtung, Wildwechsel: Zeitumstellung erhöht Unfallrisiko

Was für Menschen mehr Abendlicht bedeutet, bringt für die Tierwelt Probleme. Rehe, Hirsche und andere Wildtiere richten sich nach natürlichen Dämmerungszeiten – nicht nach der Uhr. Verschiebt sich der Berufsverkehr durch die Zeitumstellung plötzlich in die Dämmerung, steigt das Risiko für Wildunfälle spürbar an. Besonders auf ländlichen Straßen durch Wald- und Grüngebiete ist in den Tagen nach der Umstellung erhöhte Vorsicht geboten.

Eselsbrücke: Wie werden die Uhren gestellt?

Wer sich unsicher ist, in welche Richtung gedreht wird, kann sich an einer bewährten Regel orientieren: "Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst stellt man sie zurück." Oder auf Englisch: "Spring forward, fall back." Kurz: Im März eine Stunde vor, im Oktober eine Stunde zurück.

Abschaffung weiter nicht in Sicht

Obwohl das EU-Parlament bereits 2019 mit großer Mehrheit für ein Ende der Zeitumstellung gestimmt hat, konnten sich die Mitgliedstaaten bis heute nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen. Die zentrale Streitfrage: Soll dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten? Solange keine Einigung erzielt wird, bleibt alles beim Alten – und die Uhren werden auch in Österreich weiterhin zweimal jährlich umgestellt.

(VIENNA.AT)

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