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Osttiroler SOS-Kinderdorfleiter: Keine Dienstfreistellung mehr

Gestern, 19:57

Der Leiter des SOS-Kinderdorfs im Osttiroler Nußdorf-Debant darf nach "schwerwiegenden Vorwürfen", die heuer im Zuge der Missbrauchscausa rund um die Organisation bekannt geworden waren, in den Dienst zurückkehren.

Nach einer Sonderuntersuchung sei seine Dienstfreistellung wieder aufgehoben worden, teilte SOS Kinderdorf am Montag mit. Zwei Personen hatten Vorwürfe erhoben bezüglich einer Zeit, als der Mann noch nicht Kinderdorf-Leiter war.

Laut der Organisation sei geprüft worden, ob ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt oder eine Kindeswohlgefährdung durch die Standortleitung vorliege. "Beide Sachverhalte konnten auf Basis der Voruntersuchung und der vorliegenden Informationen nicht bestätigt werden", hieß es in der Stellungnahme. Die generelle Aufarbeitung war noch nicht abgeschlossen, diese werde "die Geschichte des Standorts im zeitlichen Verlauf betrachten."

Im Jänner hatte es geheißen, dass es sich bei den Vorwürfen um die damalige berufliche Tätigkeit des nunmehrigen Leiters in den 1990er- und 2000er-Jahren drehe. Die betroffenen Personen seien mittlerweile erwachsen und nicht mehr in Betreuung. Während der Aufarbeitung wurde eine interimistische Leitung eingesetzt.

Zweitältestes SOS-Kinderdorf

In der Osttiroler Gemeinde ist das zweitälteste SOS-Kinderdorf beheimatet. Auch hier hatten sich im vergangenen Jahr zwei Frauen gemeldet, die in den 1990er-Jahren dort ihre Kindheit verbrachten und von gewalttätigen Übergriffen berichteten.

(APA/Red)

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