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Postenschacher-Vorwurf wird von Gewessler zurückgewiesen

Gestern, 12:50

Die Grünen-Bundessprecherin Leonore Gewessler hat Postenschacher-Vorwürfe aus ihrer Zeit als Infrastrukturministerin zurückgewiesen.

Die Kritik hatte sich an einer Personal-Entscheidung entzündet, die von der Gleichbehandlungskommission bemängelt wurde. Denn den Posten hatte eine Kabinettsmitarbeiterin Gewesslers bekommen, nicht aber eine langjährige Abteilungsleiterin, die sich dann an die Kommission wandte. Gewessler betonte heute, beide seien ihr gleichwertig vorgeschlagen worden.

Für die Kommission war "unsachlich und nicht nachvollziehbar", dass beide Bewerberinnen als "im höchsten Ausmaß" geeignet eingestuft wurden. Die Unterlegene verfüge "sowohl über mehr Personalkenntnis innerhalb des Ressorts und der gegenständlichen Abteilung als auch Führungserfahrung". Man glaubte, dass "sachfremde Motive" in "hohem Maß" ausschlaggebend gewesen seien.

Aus zwei kompetenten Bewerberinnen gewählt

Gewessler wies dies in einer Pressekonferenz am Montag scharf zurück. Sie sei überzeugt davon, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Von einer Besetzungskommission seien ihr zwei hoch kompetente Bewerberinnen vorgelegt worden: "Von denen musste ich eine auswählen."

Dass bei dieser Besetzung "sachfremde Motive" ausschlaggebend gewesen seien, sei "einfach nicht wegzuleugnen", meinte NEOS-Generalsekretär Douglas Hoyos in einer Aussendung. Es sei auch nicht der einzige Fall, in dem Gewessler wichtige und gut dotierte Jobs an Parteifreunde vergeben habe: "Mit diesem unsäglichen Postenschacher in Österreich muss endlich Schluss sein."

(APA/Red)

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