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Alpenverein warnt vor Gefahren am Berg

Gestern, 12:19

Der Österreichische Alpenverein (ÖAV) verzeichnete Ende 2025 einen neuen Mitgliederrekord mit 748.046 Personen, was einem Zuwachs von über 21.000 im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Vereinspräsident Wolfgang Schnabl betonte die damit verbundene Verantwortung und die Bedeutung von Ausbildungen.

"Ohne fundierte Ausbildung wird Bergsport umso mehr zum Risikosport", sagte ÖAV-Präsident Schnabl am Montag in einer Aussendung. "Der Alpenverein hat die Hebel, um den Trend in die richtigen Bahnen zu lenken", so Schnabl weiter.

Alpenverein weist auf Gefahren am Berg hin

Dem schloss sich ÖAV-Generalsekretär Clemens Matt an, der auf alpine Unfälle im Fokus medialer Berichterstattung hinwies. "Solche Ereignisse treffen die alpine Gemeinschaft. Sie erinnern daran, dass Gefahren nie unterschätzt werden dürfen, und sie erinnern auch daran, dass bei allen Vorsichtsmaßnahmen und bei aller Erfahrung ein gewisses Restrisiko bleibt", sagte Matt wohl mit Blick auf den Erfrierungstod einer 33-Jährigen am Großglockner vor einem Jahr. Vergangene Woche war ihr Freund, der sie kurz unter dem Gipfel zurückgelassen hatte, am Landesgericht Innsbruck wegen grob fahrlässiger Tötung nicht rechtskräftig schuldig gesprochen worden.

Alpenverein biete "tausende Kurse" an

Für Bergtouren seien Ausbildung, sorgfältige Tourenplanung und die ehrliche Einschätzung der eigenen Fähigkeiten wesentlich. "Hier sieht der Alpenverein seinen klaren Auftrag", erklärte Matt. Der Alpenverein vermittle in "tausenden Kursen" alpinsportliche Kompetenzen. Der ÖAV sah indes den Naturschutz als "gleichwertigen Auftrag" und wolle sich als "Anwalt der Alpen" engagieren. "Begeisterung für die Berge und Schutz der alpinen Landschaft gehören für uns untrennbar zusammen", gab Schnabl einen Schwerpunkt vor. Der Verein leiste seinen Beitrag durch Besucherlenkung, Hilfestellung zur öffentlichen Anreise und umfassende Klimaschutzmaßnahmen.

Sektionen von Alpenverein auch außerhalb Österreichs mit Plus

Zudem nahm der Verein die geografische Verteilung seiner Mitglieder unter die Lupe. Wien blieb weiterhin mit 233.334 Mitgliedern das stärkste Bundesland, gefolgt von Tirol mit 114.733. Auf dem dritten Platz folgt Oberösterreich mit 86.880 Mitgliedern. Doch auch außerhalb Österreichs ist der Alpenverein präsent: Die beiden Auslandssektionen Britannia (Großbritannien) und Flandern (Belgien), die insgesamt 37.256 Mitglieder betreuen, verzeichneten zuletzt ein Wachstum von zwölf Prozent, hieß es.

(APA/Red)

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