Nach den Asbestfunden der Umweltschutzorganisation Greenpeace im Südburgenland ist nun auch das Trinkwasser auf eine mögliche Belastung untersucht worden.
Dabei wurden keine Spuren des krebserregenden Materials festgestellt, betonte Christian Portschy, Geschäftsführer des Wasserverbands Südliches Burgenland (WVSB), am Montag in einer Aussendung. Er sah durch die Untersuchungen die hohe Qualität des Trinkwassers bestätigt.
Der Wasserverband habe sich nach den Berichten über Asbestfunde in der Region zu einer Eigenkontrolle entschieden. Die untersuchten Proben wurden bewusst aus den Hochbehältern Rumpersdorf, Goberling und Parapatitschberg entnommen, die sich in der Nähe der seit Anfang Jänner gesperrten Steinbrüche befinden. Das Ergebnis der rasterelektronenmikroskopischen Untersuchungen sei eindeutig: "In unserem Wasser sind keinerlei Spuren von Asbest oder künstlichen Mineralfasern nachweisbar - absolut null", hielt Portschy fest.
Grundsätzlich wäre es möglich, dass Asbestfasern auch in Wasserquellen gelangen, die zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Passieren könnte das laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa durch die natürliche Erosion asbesthaltiger Gesteine sowie durch menschliche Nutzung.
Die FPÖ Burgenland drängte in Sachen Asbest am Montag unterdessen auf klare politische Vorgaben. Zwischen den Forderungen von Greenpeace, der behördlichen Sperre von vier Steinbrüchen und den Aussagen der Taskforce, wonach keine akute Gefahr bestehe, klaffe ein Widerspruch, der aufgelöst werden müsse, meinte Landtagsabgeordneter Markus Wiesler in einer Aussendung. Er forderte unter anderem Klarheit darüber, ob die Gemeinden den eingesetzten Streusplitt nun wieder einsammeln müssen und wie es mit den gesperrten Steinbrüchen weitergeht.