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Massives Schneechaos: Steiermark am stärksten betroffen

Gestern, 13:57

In Ost- und Südösterreich hat der Wintereinbruch mit massiven Schneemengen zu starken Behinderungen geführt.

Die Steiermark war am stärksten betroffen. Dort verzeichneten die Feuerwehren mit insgesamt 1.924 Wintereinsätzen den einsatzstärksten Tag seit 15 Jahren - diese Zahl war am Samstag noch einmal nach oben gegangen. Auch zahlreiche Straßen im Burgenland waren am Samstag weiterhin gesperrt, teilte das Landesmedienservice am Samstag in einer Aussendung mit.

Los ging der Einsatzreigen in der Steiermark bereits in der Nacht auf Freitag, bilanzierte der Landesfeuerwehrverband. Insgesamt wurden an diesem Tag 1.924 Einsätze erfasst. 472 Feuerwehren mit rund 4.000 Feuerwehrleuten sind im Laufe des Tages im Einsatz gestanden: "Damit ist der 20. Februar 2026 der mit Abstand einsatzreichste Tag seit Inbetriebnahme der Landesleitzentrale im Mai 2011", so ein Feuerwehr-Sprecher. Zum Vergleich: Am 4. August 2023 wurden beim Hochwasser in der Süd- und Südoststeiermark 1.348 Einsätze verzeichnet.

Am Samstag sind die Arbeiten vieler Feuerwehren wieder aufgenommen worden. Am späten Vormittag wurden seit Mitternacht 222 Einsätze erfasst, 183 Feuerwehren mit rund 1.300 Feuerwehrmitgliedern standen im Einsatz. Vom Roten Kreuz hieß es am Samstag, die Einschränkungen bei nicht zeitkritischen Krankentransporten wurden zumindest teilweise aufgehoben: "In den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Weiz sind entsprechende Transporte aufgrund der Witterungsbedingungen jedoch weiterhin nicht möglich."

1.900 Haushalte ohne Strom

Der Schwerpunkt lag in den Feuerwehrbereichen Graz-Umgebung, Leibnitz, Feldbach, Deutschlandsberg, Radkersburg, Fürstenfeld, Hartberg und Weiz sowie Leoben und Voitsberg. Vor allem Pkw- und Lkw-Bergungen, umgestürzte Bäume, Schneebruch sowie herabhängende Strom- und Telefonleitungen sorgten für Einsätze. Immer wieder gab es neue Alarmierungen.

Nach den starken Schneefällen Ende der Woche waren am Sonntag noch immer mehrere hundert Haushalte in der Südweststeiermark ohne Strom. Allerdings rechnete man damit, dass die Stromversorgung bis auf wenige Ausnahmen in den kommenden Stunden wiederhergestellt werden könne, hieß es auf APA-Anfrage von der Energie Steiermark. Am Sonntagvormittag waren noch 25 Trafostationen außer Betrieb, zum Höhepunkt der Schadensereignisse waren es rund 1.100.

Nachdem sich das Wetter gebessert hatte und die Schadstellen erreichbar waren, wurden die Reparaturarbeiten "mit Hochdruck" fortgesetzt. Seit Samstagfrüh hatten die steirischen Feuerwehren mit 324 überdurchschnittlich viele Einsätze verzeichnet. Hauptaufgaben waren das Entfernen von umgestürzten Bäumen, die Absicherung von herabhängenden Strom- und Telefonleitungen sowie Pkw- und Lkw-Bergungen.

Situation im Burgenland besser

Die Stromversorgung im Burgenland war mittlerweile wiederhergestellt, alle Trafostationen sind wieder am Netz. Wie die Burgenland Energie mitteilte, konnte der durch den jüngsten Wintereinbruch verursachte Reparatureinsatz beendet werden. Entspannt hat sich die Situation auch auf den Straßen. Einige Verbindungen dürften aber auch am Sonntag noch gesperrt bleiben. Im Burgenland waren zahlreiche Stromleitungen vor allem im Süden von umgestürzten Bäumen beschädigt worden.

Tausende Haushalte waren ohne Strom. Inzwischen seien alle wieder am Stromnetz, wurde verkündet.

"Historisches Unwetterereignis"

Es können nur mehr in vereinzelten Fällen, wo die direkte Zuleitung vom Trafo zum Haus durch das Unwetter beschädigt wurde, Stromunterbrechungen vorkommen. Dort wird noch gearbeitet. Die betroffenen Haushalte sollen laut Burgenland Energie morgen wieder voll mit dem Netz verbunden sein.

"Der starke Schneefall am Freitag, war ein historisches Unwetterereignis, das zu massiven Zerstörungen unserer burgenländischen Stromnetze geführt hat", hob Stephan Sharma, der Vorstandsvorsitzende der Burgenland Energie, hervor. Man sei im Dauereinsatz gestanden und habe die Versorgung wiederhergestellt. Insgesamt 200 Trafostationen seien wieder an das Netz angebunden worden.

Einige Straßen noch gesperrt

Menschen, die mit dem Auto im Burgenland unterwegs sind, müssen hingegen noch mit vereinzelten Behinderungen rechnen. Einige wenige Verbindungen sind noch gesperrt, wie das Medienservice des Landes mitteilte. Spätestens am Montag sollen aber auch diese Straßen wieder passierbar sein.

850 Feuerwehreinsätze im Burgenland

Die Feuerwehren im Burgenland haben insgesamt 850 Einsätze absolviert. Das teilte der Landesfeuerwehrverband in der Nacht auf Samstag mit. 226 Feuerwehren mit rund 2.900 Mitgliedern waren seit Freitagfrüh unterwegs. Betroffen waren sämtliche Landesteile. Der Schwerpunkt der Einsätze lag laut der Aussendung zunächst im Südburgenland. Dort mussten zahlreiche umgestürzte Bäume entfernt und blockierte Verkehrswege freigemacht werden. Im Laufe des Vormittags weitete sich das Einsatzgeschehen auch auf die nördlichen Landesteile aus.

Hier standen vor allem Fahrzeugbergungen im Mittelpunkt, teilte man mit. Pkw, Lkw sowie Schul- und Linienbusse und auch Räumfahrzeuge blieben auf schneeglatten Fahrbahnen stecken oder kamen von der Straße ab. Die Feuerwehren unterstützen auch Energieversorger bei Sicherungsmaßnahmen, da es zu lokalen Stromausfällen gekommen war. Betroffen waren hier Teile der Bezirke Güssing und Jennersdorf. Bäume und Äste hatten dort Leitungen beschädigt. Landesfeuerwehrkommandant Franz Kropf dankte den Einsatzkräften: "Unsere Feuerwehren waren wieder unter schwierigsten Bedingungen innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit und haben rasch sowie professionell gehandelt."

Flugbetrieb am Flughafen Wien normalisiert

Der Flugbetrieb am Flughafen Wien in Schwechat - der am Freitag vorübergehend völlig eingestellt werden musste - hat sich inzwischen wieder normalisiert. Der Betrieb laufe inzwischen wieder wie geplant, teilten die Austrian Airlines am Samstag mit. Insgesamt mussten rund 220 geplante AUA-Flüge gestrichen werden. Langstreckenverbindungen wurden auf umliegende Flughäfen umgeleitet.

Rund 28.000 Passagiere waren von der Situation betroffen. Diese wurden laut Austrian Airlines informiert bzw. umgebucht. Fluggäste werden vorsorglich dennoch gebeten, ihren Flugstatus für heutige Flugverbindungen zu prüfen, hieß es.

(APA/Red)

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