Im Fall eines am Grenzübergang Nickelsdorf tot aufgefundenen Neugeborenen stehen vier Personen unter Verdacht. Sie sollen in den kommenden Tagen nach Österreich überstellt werden, darunter die 17-jährige Mutter.
Im Fall des im Jänner am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) tot aufgefundenen Neugeborenen werden die vier Festgenommenen in den nächsten Tagen nach Österreich überstellt. Unter ihnen befindet sich auch die in Deutschland ausgeforschte erst 17-jährige Mutter. Die Vernehmungen finden erst in Österreich durch Beamte des Landeskriminalamts Burgenland statt. Es gelte, den Tathergang und die Motivlage zu klären.
Das getötete Baby war am 18. Jänner von Reisenden gefunden worden. Die danach angeordnete Obduktion ergab, dass das Mädchen lebend geboren und unter Fremdeinwirkung zu Tode gekommen war.
Am gestrigen Donnerstag berichtete die Landespolizeidirektion Burgenland, dass drei Rumäninnen in Deutschland - darunter die Mutter - sowie ein Mann in Rumänien festgenommen wurden. Sie sitzen in unterschiedlichen Justizanstalten.
Noch fanden keine Befragungen statt, diese finden nach ihrer Überstellung statt. Nach den Vernehmungen soll auch feststehen, wem die Tötung des Säuglings zuzuordnen ist, hieß es am Freitag aus der Landespolizeidirektion zur APA. Offen ist neben dem Tathergang auch der genaue Ort des Geschehens. Aufgefunden wurde der Leichnam in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs.