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St. Pölten: Koalition ohne FPÖ verärgert Blaue

19-02-2026, 11:54

Einen Tag nachdem SPÖ und Grüne ihr Koalitionsabkommen für St. Pölten vorgestellt haben, kommt von der FPÖ Kritik an der neuen Koaltion.

FPÖ-Landesrat und Gemeinderat Martin Antauer sprach bei einer Pressekonferenz von einer "rot-grünen Fußgängerampel-Koalition", die den Autoverkehr vernachlässige. Zudem beklagte er das Fehlen eines "notwendigen Motor für eine sterbende Innenstadt". "Soziale Kälte, Chaos, sündteure Prestigeprojekte und ein Schuldenwachstum" würden bevorstehen.

FPÖ kritisiert rot-grüne Koalition und St. Pöltens Bürgermeister

Die Verkündung der Koalitionseinigung von Rot und Grün am Montag sei ein "schwarzer Tag für die St. Pöltner Bevölkerung" gewesen, befand Antauer, der künftig Gemeinderat bleiben und als Klubobmann fungieren wird. SPÖ-Bürgermeister Matthias Stadler verspiele nun das restliche Vertrauen, es handle sich um eine "Regierung an der Bevölkerung vorbei". Ähnlich äußerte sich Landesparteisekretär Alexander Murlasits. Bei der Gemeinderatswahl am 25. Jänner seien die Sozialdemokraten "massiv abgewählt" und die Freiheitlichen "massiv gestärkt" worden. Es gehe aber offensichtlich nicht darum, was die Wähler wollen, sondern darum, die FPÖ "zu verhindern" und "sich den billigsten Partner zu suchen". Die SPÖ habe sich ein "grünes Stützrad montiert, das den roten Karren noch einmal am Leben halten soll". Im Programm von Rot-Grün sehe man "Klimakommunismus in Reinkultur", auf die St. Pöltner komme eine "rot-grüne Belastungswelle" zu.

KPÖ will Koalition "an ihre Versprechen erinnern"

Der künftig einzige KPÖ-Mandatar Max Zirngast kündigte indes in einer Aussendung an, weiterhin Druck für soziale Politik machen und die Anliegen der Menschen in den Gemeinderat tragen zu wollen. "Vorhaben im Interesse der St. Pöltner Bevölkerung werden wir unterstützen und gleichzeitig den Bürgermeister und die Koalition an ihre Versprechen erinnern."

(APA/Red)

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