Ein Personenzug auf der Südbahnstrecke musste in der Nacht auf Donnerstag evakuiert werden, meldet Notruf Niederösterreich.
Der Zug blieb wegen eines Oberleitungsschadens zwischen Wiener Neustadt und Neunkirchen stehen. Etwa 70 Passagiere befanden sich an Bord. Eine stromführende Oberleitung lag auf dem Zug. Zwei Notarztteams, mehrere Rettungswagen des Roten Kreuzes und des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt und Polizei rückten aus.
Nach der Erdung der Oberleitung und Sicherung der Gefahrenlage wurde der Zug evakuiert. Die Passagiere wurden mit Bussen und Feuerwehrfahrzeugen abtransportiert. Es gab keine Verletzten. "Das Notfallmanagement der ÖBB hat bestens funktioniert. In Kooperation mit der Feuerwehr konnten die Passagiere unverletzt den Zug verlassen und durch unsere Kräfte zum Hauptbahnhof gebracht werden. Dieser Einsatz zeigte wieder die Vielfalt der Einsätze der Feuerwehr und bewies die hervorragende Zusammenarbeit mit den ÖBB, der Polizei und dem Rettungsdienst", so Feuerwehreinsatzleiter und Kommandant der Wiener Neustädter Feuerwehr Christian Pfeiffer vom reibungslosen Ablauf des Einsatzes zufrieden. Die ÖBB gingen auf ihrer davon aus, dass vermutlich bis Donnerstagmittag keine Fahrten im betroffenen Abschnitt möglich sind. Für S-Bahnen und den Regionalverkehr wurde ein Schienenersatzverkehr von Wiener Neustadt bis Payerbach-Reichenau an der Rax eingerichtet, für Fernverkehrszüge von Wiener Neustadt bis Mürzzuschlag. Es musste von bis zu 60 Minuten mehr Reisezeit ausgegangen werden.