Die Einnahmen durch Ökosteuern haben weiter angezogen. 2024 betrugen sie rund 10,3 Mrd. Euro.
Die Einnahmen für den Staat durch Ökosteuern sind leicht angestiegen. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Umweltgesamtrechnung der Statistik Austria flossen 2024 um 3,3 Prozentpunkte mehr Einnahmen an den Fiskus als 2023. Den Großteil der Einnahmen von rund 10,3 Mrd. Euro machten mit einem Anteil von 91 Prozent weiterhin Energie- und Transportsteuern aus. Auf niedrigem Niveau verblieben Erträge aus Ressourcen- und Verschmutzungssteuern, die nur geringfügig anstiegen.
Unter die Energiesteuereinnahmen in Höhe von 5,7 Mrd. Euro fallen etwa Erträge aus der Mineralölsteuer, Energie- oder CO2-Abgaben. Im direkten Vergleich mit den drei anderen Ökosteuer-Kategorien verzeichnete die Statistik hier den prozentuell höchsten Anstieg von 4,2 Prozentpunkten. Vor allem die Mineralölsteuer mit einem Aufkommen von 3,8 Mrd. Euro trug mit etwa einem Drittel wieder beträchtlich zu den Gesamteinnahmen bei. Der Ertrag durch die Besteuerung von Benzin und Diesel ging jedoch im Vergleich zu 2023 um rund 200 Mio. Euro zurück.
Auf Platz zwei folgten Transportsteuereinnahmen von 3,7 Mrd. Euro, einem Plus von 2,1 Prozentpunkten gegenüber 2023. Davon entfielen rund drei Viertel der Einnahmen auf die motorbezogene Versicherungssteuer. Ebenfalls im Steigen begriffen waren Ressourcensteuern, zum Beispiel Abgaben auf Bodenversiegelungen, in Höhe von 819,6 Mio. Euro und einem Plus von 2,8 Prozentpunkten. Um 0,9 Mio. Euro mehr Einnahmen brachten 2024 auch Umweltverschmutzungssteuern in Höhe von 61,5 Mio. Euro, die für die Deponierung und Lagerung von Abfällen eingehoben wurden.
Insgesamt setzte sich 2024 somit ein Aufwärtstrend bei den Ökosteuer-Einnahmen fort. Gingen die Einnahmen 2022 gegenüber 2021 noch um vier Prozentpunkte zurück, konnte der Staat seit 2023 wieder mehr Erträge verzeichnen. Von 2022 auf 2023 gelang ein Sprung um 7,6 Prozentpunkte auf 10 Mrd. Euro, von 2023 auf 2024 um 3,3 Prozentpunkte auf 10,3 Mrd. Euro. Für den Anstieg maßgeblich waren unter anderem Mehreinnahmen aus der LKW-Maut, Kfz-Steuern, Normverbrauchsabgaben und Flugabgaben.
Wie auch in den Vorjahren kamen für mehr als jeden zweiten Ökosteuer-Euro die Haushalte auf. Konsumentinnen und Konsumenten bezahlten rund 5,6 Mrd. Euro, ein Anteil von 54,2 Prozent am Gesamtaufkommen. Davon entfiel rund die Hälfte auf Transportsteuern, wie motorbezogene Versicherungssteuern und weitere 42 Prozent auf Energiesteuern, vor allem auf die Mineralölsteuer und ungefähr sieben Prozent auf Ressourcensteuern. 2023 lag die Steuerlast für die Haushalte mit 52 Prozent somit etwas unter den aktuellen Zahlen.
Unter Öko-Steuern werden nach einem internationalen Konzept all jene Steuern verstanden, deren Bemessungsgrundlage eine nachgewiesen schädliche Wirkung auf die Umwelt hat. Als Beispiele angegeben werden ein Geschehen oder ein Produkt, welches die Umwelt verschmutzt, die Natur bedroht oder nicht erneuerbare Ressourcen verbraucht. Keine Rolle spielt dagegen der Name einer Steuer oder eine eventuelle Zweckwidmung der Erträge daraus.