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Betrug: 58-jähriger Oberösterreicher verlor sechsstellige Summe

Gestern, 13:29

Am Wochenende haben Betrüger einen 58-jährigen Oberösterreicher um eine sechsstellige Summe gebracht. Der Mann wurde von mehreren Seiten gleichzeitig getäuscht.

Zuerst reagierte er auf eine gefakte Finanzamts-SMS, daraufhin schaltete sich ein falscher Bankberater und schließlich noch ein ebenfalls nicht echter Kriminalbeamter ein. Die echte Polizei warnte am Montag, dass sich in Oberösterreich betrügerische Anrufe etc. wieder häufen würden.

Betrug von mehreren Seiten

Der 58-Jährige hatte zuerst eine SMS bekommen, deren Absender sich als Finanzamt ausgab und ihn aufforderte, seine FinanzOnline-ID zu aktualisieren. Der Mann folgte dem Link in der SMS und gab seine Bankzugangsdaten bekannt. Daraufhin kontaktierten ihn die Täter per Telefon, gaben sich als Bankmitarbeiter aus und behaupteten, sein Konto sei gehackt worden und sie würden ihn nun bei der Wiederherstellung unterstützen. Mehrere Stunden lang wurde das Opfer immer wieder dazu gebracht, diverse Transaktionen zu tätigen. Darüber hinaus suchte den Mann auch ein weiterer Komplize zu Hause auf, der sich als Kriminalbeamter ausgab, ihm die Bankomatkarte abnahm und damit Geld am Bankomaten abhob.

Die Landespolizeidirektion Oberösterreich warnt eindringlich davor, eine SMS eines "Finanzamtes" oder von der "Bank" zu öffnen. "Keine dieser Institutionen wird Sie per SMS kontaktieren. Auch keine anderen Institute wie die Österreichische Krankenkasse oder Versicherungsinstitute", so die Kriminalisten. Neben dem sogenannten Finlink SMS Betrug würden sich aktuell aber auch wieder Betrugsversuche mit Schockanrufen, in denen Notfälle, schwere Unfälle oder Erkrankungen von Angehörigen vorgegaukelt und hohe Summen für Behandlungen oder Kautionen gefordert werden, häufen. Der Rat lautet auch hier: dubiose Anrufe sofort beenden, sich nicht unter Druck setzen lassen und die Polizei oder Angehörige verständigen.

(APA/Red)

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