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Festnahmen nach "Schockanrufen" mit 4,8 Mio. Euro Schaden

Gestern, 09:44

Ermittler des Landeskriminalamts in Niederösterreich haben in Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) sowie internationalen Polizeibehörden eine Vielzahl von "Schockanrufen" aufgeklärt.

Während der umfangreichen Ermittlungen wurde eine Keilerzelle in Wien aufgelöst und eine weitere in Brno (Brünn) ausgehoben. Tatorte verteilten sich nahezu auf alle Bundesländer. Darüber hinaus waren die Verdächtigen international aktiv, unter anderem in der Slowakei, in Deutschland und in Polen.

23 Beschuldigte nach "Schockanrufen" ermittelt

23 Beschuldigte aus Polen, Tschechien, Deutschland, der Slowakei, aus Serbien und Spanien wurden nach Angaben vom Montag seit Beginn des vergangenen Jahres ermittelt und 17 von ihnen festgenommen. Der angerichtete Schaden: 4,8 Millionen Euro. Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) bezeichnete "Schockanrufe" in einer Pressekonferenz als "besonders hinterhältig". Vertrauen in Behörden wie Polizei und Justiz werde ebenso missbraucht wie in Ärzte oder Geldinstitute. Im Bereich "Schockanruf" waren laut Polizei 2025 hierzulande 90 vollendete Taten und 329 angezeigte Versuchshandlungen verübt worden. Die Dunkelziffer bzw. die Nichtanzeigen bei dieser Deliktform würden offensichtlich aus Scham von Betroffenen jedoch wesentlich höher sein, mutmaßen die Fahnder.

(APA/Red)

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