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Umfrage: Jeder Zweite in Österreich hat noch nie gefastet

Gestern, 12:43

In Österreich spielt für rund zwei Drittel der Menschen die Fastenzeit keine zentrale Rolle: 46 Prozent von 1.000 im Rahmen einer am Donnerstag vorgestellten Erhebung Befragten gaben an, noch nie gefastet zu haben. Weitere 22 Prozent planen auch heuer keinen Verzicht.

Für insgesamt 30 Prozent hingegen gehört Fasten fix zu ihrem Lebensstil. Durchgeführt wurde die repräsentative Umfrage vom Marktforschungsinstitut TQS im Auftrag von Thermomix Österreich.

Acht Prozent fasten demnach regelmäßig, unabhängig von der Fastenzeit rund um Fasching und Ostern, sechs Prozent halten die klassische 40-tägige Fastenperiode (ohne Sonntage) ein. Weitere sechs Prozent fasten beispielsweise an bestimmten Wochentagen und fünf Prozent für eine bestimmte Zeit, etwa ein bis zwei Wochen, während vier Prozent die gesamte Fastenzeit (inklusive Sonntage) fasten wollen.

Fastenzeit: Gesundheit, Wohlbefinden und weniger Konsum

Die Fastenzeit habe somit für viele Menschen (86 Prozent) an traditioneller Bedeutung verloren. Als "bewusste Auszeit für Körper und Geist" habe sie aber Bedeutung, so die Autoren. 65 Prozent fasten denn auch, um Gesundheit und Wohlbefinden zu steigern. 43 Prozent wollen ihr Gewicht reduzieren. Mehr als ein Drittel gab an, einen bewussteren Umgang mit Konsum entwickeln zu wollen. Religiöse oder traditionelle Beweggründe treten hingegen deutlich in den Hintergrund.

Am häufigsten verzichtet wird auf Alkohol (42 Prozent) und Zucker (41 Prozent). Mehr als ein Drittel lässt süße, salzige oder saure Snacks weg. Deutlich seltener genannt werden der Verzicht auf Koffein (sieben Prozent) oder Nikotin (elf Prozent). Fasten werde nicht als Diät, sondern als bewusste Reduktion einzelner Konsumgewohnheiten interpretiert und so alltagstauglich wie möglich gestaltet.

Positive Effekte

Fast die Hälfte der Befragten berichtete von einem gesteigerten körperlichen Wohlbefinden, mehr als ein Drittel von Gewichtsreduktion. Rund 30 Prozent verspüren mehr Energie im Alltag. Negative Begleiterscheinungen wie körperliche Beschwerden (neun Prozent) oder Gereiztheit (sechs Prozent) werden selten genannt. "Die Ergebnisse zeigen sehr klar, dass Fasten heute vor allem als bewusste Pause verstanden wird - nicht als Verzicht um jeden Preis, sondern als Chance, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun", sagte Julia Menzl von der Firma Thermomix Österreich.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Hausarzt oder eine medizinische Fachkraft.

(APA/Red)

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