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"Superreiche fair besteuern": Grüne fordern mit Petition Erbschaftssteuer ab 1 Million Euro

Gestern, 14:04

Die Grünen haben eine Petition mit dem Titel "Superreiche fair besteuern" gestartet. Diese zielt darauf ab, eine Erbschaftssteuer für Vermögen über 1 Million Euro einzuführen. Ausnahmen sollen für Eigenheime, Familienbetriebe und kleine Bauernhöfe gelten.

Die Grüne Partei- und Klubchefin, Leonore Gewessler, hob hervor, dass sie sich mit der für eine Erbschaftssteuer gezielt an jene Bürger wenden möchte, die von der aktuellen Bundesregierung enttäuscht sind. "Ich verstehe alle, die sich mehr Mut in der Frage der Gerechtigkeit erwarten. Wenn ihr euch wünscht, dass Superreiche endlich einen fairen Beitrag leisten, dann seid ihr bei uns Grünen richtig", sagte sie.

Grüne für Erbschaftssteuer mit Freibetrag für Eigenheim und Bauernhof

Nach dem Erbschaftssteuer-Modell der Grünen würde die Steuer ab Erbschaften in Höhe von 1 Mio. Euro schlagend. Für ein geerbtes Haus mit Hauptwohnsitz soll der Freibetrag 1,5 Mio. Euro betragen. Ausnahmen soll es auch bei Übernahmen bzw. Weiterführungen von Bauernhöfen oder kleinen Gewerbebetrieben geben. Die Erbschaftssteuer soll bei Erbschaften von 1 bis 5 Mio. Euro 25 Prozent betragen, für die Anteile zwischen 5 und 10 Mio. würden 30 Prozent fällig, darüber 35 Prozent. Den Freibetrag für die erste Million soll man nur einmal im Leben geltend machen können. Bei den Grünen verspricht man sich von der Erbschaftssteuer jährliche Einnahmen von mindestens 1,5 Mrd. Euro. Sie wollen damit die Einkommenssteuer für geringer Verdienende senken und auch Schulen oder Kindergärten finanzieren, hieß es auf der Seite der Petition.

(APA/Red)

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