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Karner: Operation Fox brachte "massive Entlastung" bei illegaler Migration

Gestern, 11:39

Die im Dezember 2022 gegründete "Operation Fox" brachte laut Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) eine "massive Entlastung" bei der illegalen Migration. Das erklärte er bei einem Pressetermin in Gattendorf (Bezirk Neusiedl am See), wo am Dienstag eine fremdenpolizeiliche Schwerpunktaktion stattfand.

Während im Jänner 2023 im Burgenland rund 2.000 Aufgriffe von Flüchtlingen verzeichnet wurden, waren es im Jänner 2026 nur 29.

"Die Situation war vor drei Jahren an der Grenze zum Teil dramatisch und besorgniserregend", Schlepperfahrzeuge etwa wurden einfach an der Straße abgestellt, es habe eine "enorme Belastung" für die Bevölkerung gegeben, so Karner. Dies sei die "Geburtsstunde" für die "Operation Fox" gewesen, in deren Rahmen es etwa gemeinsame Kontrollen von österreichischen und ungarischen Polizisten auf ungarischem Staatsgebiet gibt. "Die Zahlen sind seither massiv gesunken", betonte der Ressortchef.

Weniger Flüchtlingsaufgriffe

Im Jänner 2023 gab es 2.000 Aufgriffe von Migranten und 1.800 Asylanträge im Burgenland. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres waren es lediglich 29 Aufgriffe und kein einziger Asylantrag. Dies sei eine "massige Entlastung" für die betroffenen Gemeinden. Insgesamt befinden sich österreichweit aktuell 9.700 Asylwerber in Grundversorgung - der niedrigste Wert seit über zwanzig Jahren laut Karner.

Ziel sei es, die illegale Migration gegen Null zu drängen. Mit der "Operation Fox" sowie dem im Dezember 2025 gestarteten Grenzschutz Neu habe man den "richtigen Kurs eingeschlagen". Karner kündigte jedoch an, den "harten, konsequenten Kurs" weiterzuführen. Ein Ende der "erfolgreichen" Aktion ist jedenfalls nicht geplant.

Assistenzeinsatz wird reduziert

Auch Berthold Hubegger von der Bundespolizei sprach bei der "Operation Fox" von einer "Erfolgsgeschichte". 2026 soll etwa noch mehr technische Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden. Laut dem burgenländischen Landespolizeidirektor Martin Huber wurden im Jahr 2025 in Ungarn bei Kontrollen im Hinterland 30 Schlepper aufgegriffen, im Burgenland seien es vergangenes Jahr lediglich fünf gewesen.

Unterstützt wird die Polizei bei den Schwerpunktkontrollen auch vom Bundesheer. Aktuell befinden sich noch 270 Soldaten im Burgenland im Assistenzeinsatz. Ihre Zahl wird jedoch aufgrund der veränderten Lage Ende März auf 150 reduziert, so Militärkommandant Gernot Gasser. Diese Ressourcen sollen künftig für die Landesverteidigung eingesetzt werden.

Der burgenländische SPÖ-Klubobmann Roland Fürst meinte in einer Aussendung zu Karners Pressetermin: "Grenztourismus und PR-Shows ersetzen keine nachhaltige Sicherheitspolitik." Die aktuellen Zahlen seien keine Jubelmeldung: "Wer jetzt glaubt, Entwarnung geben zu können, betreibt Schönfärberei auf Kosten der Sicherheit - insbesondere im Burgenland."

(APA/Red)

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