Nach jahrelanger Vorbereitung und Bewältigung aller bürokratischen Hindernisse ist es nun soweit: Das Gelände der ehemaligen Martinek-Kaserne in Baden wird zum Verkauf ausgeschrieben, informierte die Stadtgemeinde am Dienstag.
Laut Verteidigungsministerium liegt der Mindestwert der ehemaligen Martinek-Kaserne bei 36 Millionen Euro. Der Ausschreibungsprozess war sehr komplex und erforderte umfangreiche Abstimmungen zwischen Bund, Stadt und weiteren Beteiligten, wie das Rathaus in Baden mitteilt. Der Schritt ermögliche bedeutende Entwicklungsmöglichkeiten.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli (beide ÖVP) zeigten sich in einer Aussendung erfreut, dass das Areal einer neuen Nutzung zugeführt werden könne und der Weg für konkrete Entwicklungen frei sei. "Nach erfolgreichem Abschluss der komplexen Vorarbeiten stehen wir nun am Beginn eines neuen Kapitels der Martinek-Kaserne", betonte Tanner. Sie verwies auf "enge und konstruktive Zusammenarbeit" mit der Stadtgemeinde.
Es eröffne sich nun endlich "Raum für Entwicklung", ergänzte Jeitler-Cincelli. Die Martinek-Kaserne sei damit "kein Ort der Vergangenheit mehr, sondern Nährboden für Ideen, für Visionen und für Zukunft." Denkbar sei vieles: ein modernes Bildungszentrum ebenso wie Flächen für Kreativwirtschaft, innovative Gesundheitslandschaften, Sport- und Bewegungsangebote oder eine "kluge Kombination mehrerer Nutzungen". Entscheidend sei, "dass Leben einzieht". Es gehe um ein neues Stadtquartier.
Die Ausschreibung erfolgt auf der Homepage des Verteidigungsministeriums (www.bmlv.gv.at) und auf Immobilien-Plattformen (www.willhaben.at, www.immoscout24.at, www.flatbee.at).