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Heimische Industrie kommt weiter nicht in die Gänge

10-02-2026, 09:22

Österreich hat die zweijährige Rezession überwunden, doch die Wirtschaft nimmt weiterhin nicht richtig Fahrt auf.

Laut dem Wifo-Konjunkturtest vom Januar hat sich die Stimmung in der schwächelnden Industrie nach dreimaliger leichter Verbesserung zuletzt sogar wieder verschlechtert. Ursache ist die geringe Nachfrage nach österreichischen Exportgütern, die auch durch US-Zölle beeinträchtigt wird. Dennoch zeigt der Arbeitsmarkt Anzeichen einer Erholung.

Trump schadet heimischer Industrie mit Zöllen

"Die Zollpolitik der USA hat die Nachfrage aus der EU in den letzten Monaten verringert. Die von der Regierung Trump beabsichtigte Reduktion der Auslandabhängigkeit scheint erste Wirkung zu zeigen", erklärte Wifo-Ökonom Marcus Scheiblecker am Dienstag in einer Aussendung. Vor allem in der Sachgütererzeugung sei keine nachhaltige Stimmungsaufhellung erkennbar, darüber hinaus würden in der Bauwirtschaft negative Einschätzungen überwiegen.

Bessere Stummung bei Dienstleistern und im Einzelhandel

Dienstleister seien dagegen mehrheitlich positiv gestimmt, auch der Einzelhandel blicke vermehrt optimistisch in die Zukunft, so das Institut weiter. Erbaulich seien außerdem der starke Rückgang der Inflationsrate im Jänner, die zuvor hartnäckig über jener der Eurozone gelegen war, und die Lage am Arbeitsmarkt. Diese bleibe zwar mit gestiegenen Arbeitslosenzahlen herausfordernd, saisonbereinigt sei es jedoch in letzter Zeit zu keinem weiteren Anstieg mehr gekommen, hielt das Wifo fest.

(APA/Red)

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