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Scheinfirmen verursachten 2025 Schaden von halber Milliarde

10-02-2026, 07:56

Im Jahr 2025 verursachten Scheinfirmen einen Schaden von etwa 500 Millionen Euro für die öffentliche Hand, wie das Finanzministerium mitteilte. Bei einer Tagung zur Betrugsbekämpfung wurde bekannt gegeben, dass sich die Verurteilungen gegen solche Unternehmen im Vergleich zu 2024 mehr als verdoppelt haben.

Im vergangenen Jahr schloss das Amt für Betrugsbekämpfung 411 Fälle ab, verglichen mit 197 im Vorjahr. Ein Anstieg wird teilweise durch eine Gesetzesänderung 2024 erklärt, die die Definition von Scheinunternehmen erweiterte. Verstärkte Kontrollen und wirtschaftliche Bemühungen zur Kostenminimierung trugen ebenfalls bei. 2023 wurden 149 Fälle rechtskräftig abgeschlossen, während es 2020 nur 56 waren.

Schaden durch Scheinfirmen: Sozialversicherungsentfall als größter Brocken

Von den rund 500 Mio. Euro Schaden sei mehr als die Hälfte auf den Entfall von Sozialversicherungszahlungen zurückzuführen. Gut ein Fünftel gehe auf entfallene Lohnsteuern zurück. Der Rest sei durch ungerechtfertigte Betriebsausgaben sowie unerlaubten Vorsteuerabzug entstanden. "Scheinunternehmen, die teilweise mit extrem komplexen Strukturen agieren, betrügen den Staat und oft auch Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer, die Sozialversicherung und die ehrlichen Unternehmen", sagt Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) in einer Aussendung. "Dort, wo es notwendig ist, werden wir die rechtlichen Rahmenbedingungen weiter schärfen, um einen fairen Arbeitsmarkt sicherzustellen", pflichtet ihm Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) bei.

(APA/Red)

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