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Wiener Erzbischof Grünwidl traf jüdische und muslimische Vertreter

Gestern, 17:50

Der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl hat am Montag seine Antrittsbesuche bei der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien und der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) absolviert. Im Zentrum der Gespräche standen der interreligiöse Dialog, das gemeinsame Eintreten gegen Antisemitismus sowie Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens.

Empfangen wurde er seitens der IKG von Oberrabbiner Jaron Engelmayer und IKG-Präsident Oskar Deutsch, berichtete die Kathpress. Ebenfalls traf Grünwidl mit IGGÖ-Präsidenten Ümit Vural zusammen.

Wiener Erzbischof Grünwidl besuchte IKG

Man freue sich, mit Erzbischof Grünwidl "einen sehr starken Partner für den Austausch und das friedliche Miteinander" zu haben, zitierte die Erzdiözese Wien im Anschluss an das Gespräch Oberrabbiner Engelmayer. Dieses erste Treffen werde man in Zukunft vertiefen. Deutsch sagte, man habe vor allem über den "stark steigenden Antisemitismus in Österreich und Europa" gesprochen. Es sei die Rolle der Politik, Zivilgesellschaft und der Religionsgemeinschaften dagegen anzukämpfen.

Grünwidl betonte danach, er sehe es als seine Aufgabe, das Thema Antisemitismus und auch christlich motivierten Antisemitismus nicht aus dem Blick zu verlieren. "Ich habe die konkrete Idee, dass wir uns bei den Priestertagen damit beschäftigen, wie wir dem Antisemitismus begegnen und entgegenwirken können."

Treffen mit IGGÖ-Chef in "brüderlicher Atmosphäre"

Nach dem zweiten Treffen des Tages mit IGGÖ-Präsident Vural betonte dieser die "sehr brüderliche Atmosphäre" des Gesprächs. Er danke für den Besuch und sehe ihn als Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung und freue sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Grünwidl selbst hob nach der Begegnung hervor, er habe vor allem seine Bereitschaft zeigen wollen, "sehr gerne mitzuarbeiten an einem Miteinander, wo es darum geht, einen europäischen, einen österreichischen Weg für die muslimische Glaubensgemeinschaft zu finden". Für das Ziel, den gemeinsamen Weg der Integration und Partizipation in unterschiedlichen Religionsgemeinschaften weiterzugehen, "gehe ich gerne mit und leiste meinen Beitrag."

(APA/Red)

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