Die Ermittler gehen davon aus, dass der Ungar seine Tochter in deren Wohnung erstickt hatte und dann in seiner eigenen, nicht weit entfernt liegenden Bleibe Suizid beging.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Ungar seine Tochter in deren Wohnung erstickt hatte und dann in seiner eigenen, nicht weit entfernt liegenden Bleibe Suizid beging.
Der Tatzeitpunkt ist unklar. Laut Kerstin Kutsam, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels, seien die beiden am 25. Dezember des Vorjahres gemeinsam aus Ungarn heimgekommen. Die bereits stark verwesten Leichen wurden am 26. Jänner gefunden, nachdem der Arbeitgeber der Frau eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte. Die Tat könnte also Wochen zurückliegen.
Eine Obduktion konnte den genauen Todeszeitpunkt nicht klären. Laut dem vorläufigen Autopsieergebnis starb die Tochter an einem "fremdhändigen Angriff gegen den Hals" und der Vater an Strangulation, vermutlich durch Suizid. Die Ermittlungen sind aber noch nicht abgeschlossen, denn es stehen u. a. noch die chemisch-toxikologischen Analyseergebnisse aus. Erst danach werde man seriös sagen können, ob noch eine weitere Person an der Tat beteiligt war, so Kutsam zur APA.
Das Motiv könnte laut "Krone" in einer Erkrankung beziehungsweise Beeinträchtigung der Tochter zu suchen sein. Kutsam bestätigte, dass die Tochter an einer Beeinträchtigung litt, immer wieder autoaggressives und selbstverletzendes Verhalten gezeigt habe und auf Betreuung angewiesen war. Ob das Motiv darin liegt, werde sich aber vermutlich nicht mehr klären lassen.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, ; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217; Polizei-Notruf: 133 sowie in Oberösterreich beim Autonomen Frauenzentrum - Frauennotruf OÖ unter 0732/602200.
(APA/Red)
