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Kündigungen bei KTM: Das beinhaltet der Sozialplan

Gestern, 11:50

Für die vom neuerlichen Personalabbau beim Motorradhersteller KTM betroffenen Mitarbeitenden steht nun der Sozialplan.

Er beinhaltet neben den regulären Ansprüchen auch soziale Parameter - etwa das Alter, ob jemand Kinder hat, alleinerziehend ist, etc., berichtete Wolfgang Gerstmayer, Geschäftsführer der Gewerkschaft GPA Oberösterreich im Gespräch mit der APA. Auch ein Härtefallfonds wurde eingerichtet. Zudem soll die bestehende Stiftung für weitere 200 Personen geöffnet werden.

Vor rund drei Wochen hatte die KTM-Firmenmutter Bajaj Mobility AG (vormals Pierer Mobility AG) angekündigt, bis zu 500 Beschäftigte, vor allem aus dem Verwaltungsbereich und dem mittleren Management, zu kündigen. Die ersten Kündigungen sollen bereits übernächste Woche erfolgen. Am Donnerstag wurde den Beschäftigten der Sozialplan in einer Online-Betriebsversammlung präsentiert.

KTM: Härtefallfonds eingerichtet

"In einem anspruchsvollen gesamtwirtschaftlichen Umfeld ist es uns gelungen, eine Lösung zu erarbeiten, die sowohl den Anforderungen einer nachhaltigen Fortführung des Unternehmens als auch den berechtigten sozialen Interessen der Mitarbeitenden gerecht wird", so Gerstmayer. Er spricht von einem tragfähigen Kompromiss. Darüber hinaus wurde von KTM auch ein Härtefallfonds eingerichtet, so Gerstmayer. Dieser kann einspringen, wenn jemand etwa einen Pflegefall zu betreuen habe oder Ähnliches.

"Wir hoffen, dass dieser Einschnitt jetzt einmal passiert und KTM dann wieder in ruhigeres Fahrwasser kommt, ohne dass weitere Maßnahmen nötig sind", zeigt sich der Gewerkschafter vorsichtig optimistisch. Sollte es aber anders kommen und heuer noch weiterer Personalabbau ins Haus stehen, werde der Sozialplan verlängert. Das sei bereits so vereinbart.

Insolvenzstiftung mit 200 weiteren Plätzen

Die bereits bestehende Insolvenzstiftung von AMS und Land Oberösterreich wird für weitere 200 Leute geöffnet. Sie soll den Betroffenen Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnen. "Wir schaffen damit eine echte Perspektive für die Betroffenen, um rasch wieder Fuß zu fassen", ist Gerstmayer überzeugt.

(APA/Red)

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