In Österreich läuft aktuell ein Rückruf von Säuglingsmilchprodukten der Marken Aptamil und Milumil. Betroffen sind bestimmte Chargen, deren Mindesthaltbarkeitsdaten online geprüft werden können.
In Aptamil und Milumil Produkten von Danone wurde im Zuge von Kontrollen der Giftstoff Cereulid in einer Dosis entdeckt, die gesundheitsgefährdend sein kann. Cereulid kann in zu hoher Konzentration bei Säuglingen zu Erbrechen und Durchfall führen. Die Symptome treten meist 30 Minuten bis sechs Stunden nach Verzehr auf. Eltern, die sich Sorgen machen, wird geraten, ärztlichen Rat einzuholen.
Rückruf von Babynahrung wegen Cereulid-Grenzwert
Danone folgt mit dem Rückruf einer aktualisierten Leitlinie der EFSA zu präventiven Grenzwerten für Cereulid. Die betroffenen Produkte dürfen nicht weiter verwendet und sollen in den Handel zurückgebracht werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
Ob ein Produkt betroffen ist, lässt sich über die Websites und anhand des Mindesthaltbarkeitsdatums überprüfen.
Insgesamt mehr als 90 Chargen betroffen
Betroffen sind mehr als 80 Chargen der Produkte Aptamil Pronutra Pre 800g, Apatamil Pronutra Pre 700g sowie Apatamil Pronutra Pre 400g sowie Aptamil Pronutra 1 800g, Aptamil Pronutra 2 800g sowie Aptamil Profutura duoAdvance Pre 800g und Aptamil Profutura DuoAdvance 1 800g sowie Aptamil Profutura DuoAdvance 2 800g.
Bei Milumil sind in Österreich acht Chargen des Produkts Milumil Pre 800g sowie drei des Produkts Milumil 1 800g vom Rückruf betroffen.
Wiener Marktamt hat getestet
Der Rückruf war vom Wiener Marktamt veranlasst worden. In den letzten Tagen waren wieder positiv auf Bacillus Cereus-Toxin getestete Produkte gefunden worden, die eine umgehende behördliche Maßnahme erforderlich machten, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Die Hersteller wurden aufgefordert, einen vollständigen Nachweis der Unbedenklichkeit zu erbringen, bevor eine erneute Freigabe erfolgen kann.
Der Rückruf betrifft nicht nur Österreich: Auch in Deutschland, der Schweiz und Frankreich wurden Rückrufaktionen bezüglich verschiedener Kindernahrungsmittel eingeleitet. Das Marktamt empfiehlt Konsumentinnen und Konsumenten, die betroffenen Produkte keinesfalls weiter zu verwenden.