Am 16. Februar beschäftigt sich der Landtag des Burgenlands in einer Sondersitzung mit den Asbestfunden im Bundesland.
Der Sonderlandtag wurde von der ÖVP beantragt, die sich zu den Asbest-Funden im Burgenland Antworten von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) erhofft. Laut einer APA-Anfrage aus dem Büro von Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf (SPÖ) wurde als Termin der Rosenmontag festgelegt.
Diskutiert werden soll in der Sitzung unter anderem die Einrichtung der Taskforce "Vorsorgeabklärung Luftqualität" und die ÖVP-Forderung nach umgehenden flächendeckenden Kontrollen im ganzen Land. Außerdem will die Volkspartei hinterfragen, ab wann die Landesregierung von dem Problem wusste und warum erst Anfang Jänner mit der Schließung von vier Steinbrüchen reagiert wurde. SPÖ und Grüne kritisierten den Antrag auf eine Sondersitzung als "puren Aktionismus" und "reinen Populismus". Die Landesregierung habe mit der Einsetzung der Taskforce rasch auf den Greenpeace-Bericht reagiert, meinte etwa SPÖ-Klubobmann Roland Fürst. Die Umweltschutzorganisation hatte bei Analysen an elf Standorten im Burgenland eine erhöhte Asbestbelastung festgestellt. Die Materialproben wiesen laut Greenpeace teilweise einen Asbestgehalt von über 50 Prozent auf. Betroffen sind unter anderem die Klinik Oberwart und der Skatepark Rechnitz.