Auch die fünfte Verhandlungrunde hat am Mittwochabend bei den KV-Verhandlungen der Ordensspitäler Oberösterreich kein Ergebnis gebracht.
Die Arbeitnehmerseite würde mittlerweile den Gehaltsabschluss des öffentlichen Dienstes akzeptieren, will aber dafür eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung. Wenn die Arbeitgeber ihr Angebot bis Mitte nächster Woche nicht nachbessern, werde man die Beschäftigten zum Verhandlungsstand und weiteren Maßnahmen befragen, so die Gewerkschaft vida.
Die Fronten waren zuletzt zunehmend verhärtet: Am 22. Jänner war an sieben der acht Häuser gestreikt worden. Die Arbeitnehmerseite forderte für die rund 10.000 Beschäftigten des nichtärztlichen Personals einen Abschluss in Höhe der Inflation und eine stufenweise Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Die Arbeitgeber boten 3,3 Prozent in Anlehnung an den Abschluss des öffentlichen Dienstes.
Letzteres hätte die Gewerkschaft in der fünften Runde akzeptiert, allerdings müsse binnen drei Jahren die Arbeitszeit auf 37 Stunden gesenkt werden - zuletzt hatten die Arbeitnehmer ja noch eine 35-Stunden-Woche gefordert. "Wir haben heute einen großen Schritt auf die Arbeitgeber zugemacht", betonte vida-Verhandlerin Martina Reischenböck. Dennoch gebe es "von den Arbeitgebern weiterhin kaum Bewegung". Es sei lediglich ein zusätzlicher Urlaubstag pro Vollzeitkraft in Aussicht gestellt worden. Dies entspreche "rechnerisch einer Entlastung von neun Minuten pro Woche", so Reischenböck, das könne man "kaum als ernsthaftes Angebot bezeichnen".