Die Inflation in Österreich hat sich im Januar verringert, und für 2026 wird ein geringerer Anstieg der Verbraucherpreise erwartet. Das Institut für Höhere Studien prognostiziert 2026 eine Inflation von 2,2 Prozent, im Vergleich zu 3,6 Prozent im Jahr 2025. Hauptsächlich verursachen Basiseffekte diesen Rückgang.
Die Inflation eines Monats wird nicht nur durch die aktuellen Preisänderungen beeinflusst, sondern auch durch das Preisniveau des Vorjahres. Bei einem starken Preisanstieg im Vorjahr kann die aktuelle Inflationsrate niedriger oder rückläufig sein, selbst wenn sich die Preise im Vergleich zum Vormonat kaum ändern, so die Statistik Austria.
An einem konkreten Beispiel festgemacht: Durch das Auslaufen der Strompreisbremse Ende 2024 kam es 2025 zu einem massiven Preisschub beim Haushaltsstrom. Der Vergleich der Preise mit den durch die Energiehilfen gesenkten Werte führte zu einer sprunghaften Verteuerung. Dieser Effekt fällt heuer weg, weil der Preisschub beim Strom durch das Auslaufen von Energiehilfen nun nicht mehr in die Berechnung der Teuerungsrate für 2026 einfließt. Dieses statistische Phänomen bezeichnen Fachleute als "Basiseffekt", der heuer laut IHS für etwa 0,8 Prozentpunkte des Inflationsrückgangs verantwortlich sein dürfte.