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Preise für Heizen mit Holz-Pellets im Jänner stark gestiegen

4-02-2026, 09:39

Die Preise für Holz-Pellets haben im Jänner kräftig angezogen.

Im Januar mussten Verbraucher für lose Pellets bis zu 28 Prozent mehr bezahlen als noch vor sechs Monaten. Konkret erhöhte sich der durchschnittliche Preis in Westösterreich von 308 Euro pro Tonne im August 2025 auf 396 Euro im Januar 2026, was einem Anstieg von 28,5 Prozent entspricht. Im Norden stiegen die Kosten um 22,7 Prozent auf 374 Euro, im Süden betrug der Preisanstieg 19,7 Prozent auf 364 Euro, wie die "Kronen Zeitung" berichtet.

Holz-Pellets im Burgenland günstiger als Tirol

Interessant ist auch der Blick auf den Pelletpreisindex der Branchenvereinigung ProPellets: Im Jahr 2006 lag der Index bei 123 Punkten, im Jahr 2016 bei 128 und 2026 bereits bei 210 Punkten. Im Jänner betrug der Pellets-Preis demnach 7,77 c/kWh, das ist ein Plus im Monatsabstand von 4,2 Prozent, im Jahresabstand lag der Zuwachs gar bei 24,7 Prozent. Gleichzeitig waren die Preise für Erdgas, Heizöl und Strom im Jahresvergleich deutlich rückläufig. Bei Abnahme einer typischen Haushaltsmenge (laut ProPellets liegt diese bei rund sechs Tonnen) wurden im Jänner im Schnitt österreichweit 373 Euro pro Tonne fällig.

Für die saisonale Entwicklung der Pelletpreise gab es 2025 eine Ausnahmesituation. In den vergangenen Jahren waren die günstigsten Preise meist im Frühjahr zu finden. Dabei lagen die Preise im April und Mai durchschnittlich fünf bis zehn Prozent unter dem Niveau der Herbst- und Wintermonate. "Im Jahr 2022 wurde dieser Verlauf erstmals durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine unterbrochen. Aufgrund der geopolitischen Lage kam es zu keiner Einlagerungsaktion - die gewohnte saisonale Preisstruktur blieb aus", schreibt dazu ProPellets.

Was sich im Vorjahr nicht verändert hat, ist das regionale Preisgefälle. Nach wie vor zahlen die Nutzerinnen und Nutzer in Tirol und Vorarlberg am meisten, gefolgt von der Region Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. In der Ostregion, zu der auch das wenig bewaldete Burgenland gehört (neben der Steiermark, Kärnten und Osttirol), ist das Heizen mit Pellets am günstigsten.

Heizölbranche sieht sich als Preis-Stabilisator

Der Branchenverband Energie.Wärme.Österreich betonte heute, dass die Heizölpreise trotz hoher Nachfrage stabil sind - während das Käuferinteresse die Pelletspreise in die Höhe getrieben habe. "Innerhalb der Energiekomponente des Verbraucherpreisindex (VPI) erwies sich Heizöl im Jahr 2025 als stabilisierender Faktor", so Geschäftsführer Martin Reichard. Und er sieht noch einen weiteren Vorteil des fossilen Energielieferanten: "Während andere Heizsysteme bei sehr niedrigen Temperaturen an ihre Grenzen stoßen, bietet Heizöl ein hohes Maß an Betriebssicherheit."

(APA/Red)

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