Greenpeace beschuldigt den Modekonzern C&A einer erheblicher Intransparenz im Umgang mit der PFAS-Belastung in Jacken der "Iconic Puffer"-Kollektion.
Ein unabhängiges Labor hat in mehreren Modellen der "Iconic Puffer”-Jacken verbotene Ewigkeitsgifte festgestellt. Trotz der von Greenpeace veröffentlichten Laborergebnisse, die teils erhebliche Grenzwertüberschreitungen zeigen, bleibt C&A gegenüber den Konsumentinnen und Konsumenten zurückhaltend und hat bisher keine öffentliche Erklärung zu den belasteten Jacken abgegeben, so Greenpeace.
"C&A versteckt sich hinter PR-Floskeln, statt Zahlen auf den Tisch zu legen. Wir haben unsere Laborergebnisse veröffentlicht. C&A hält seine unter Verschluss. Wer Transparenz ernst meint, legt die Fakten offen - alles andere ist eine Nebelgranate auf dem Rücken der Konsumentinnen und Konsumenten", so Madeleine Drescher, Konsumexpertin bei Greenpeace Österreich.
Greenpeace hat C&A Prüfberichte eines unabhängigen Labors übermittelt, die Grenzwertüberschreitungen von PFAS anzeigen. C&A behauptet dennoch, ihre Jacken entsprächen den gesetzlichen Vorgaben, zeigt jedoch keine nachvollziehbaren Daten. Statt konkreter Zahlen werden interne Prüfungen erwähnt. Die festgestellten PFAS-Konzentrationen bleiben unbekannt. PFAS sind langlebige Chemikalien mit potenziell schädlichen Wirkungen. Greenpeace verlangt den sofortigen Rückruf der betroffenen Jacken und Transparenz bei Testergebnissen und Verbraucherinformationen. "Wenn Grenzwerte überschritten sind, müssen Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf Klarheit. Schweigen schafft kein Vertrauen, Transparenz schon", sagt Drescher.