In der Nacht auf Sonntag führte ein Kellerbrand in einem Wohngebäude in Veitsau im Bezirk Baden dazu, dass viele Bewohner aus dem Schlaf gerissen wurden und ein Großeinsatz mehrerer Feuerwehren erforderlich war.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag um 02:42 Uhr wurden die Freiwilligen Feuerwehren Veitsau, Berndorf-Stadt, St. Veit/Triesting und Pottenstein zu einem Brandeinsatz gerufen: „Gebäudebrand Wohnhausanlage (Alarmstufe B3) - Kellerbrand, zahlreiche Personen eingeschlossen" in der Gemeinde Berndorf, Veitsau.
Kellerbrand in Wohnhausanlage: Atemschutztrupp der Feuerwehr bringt Bewohner in Sicherheit
Ein Anrufer meldete über den Notruf ein Feuer im Kellergeschoss eines Wohngebäudes. Die Alarmkette wurde unverzüglich aktiviert. Bald danach kamen die ersten Löschfahrzeuge aus Veitsau und Berndorf am Brandort an. Aus dem Keller stieg bereits dichter Rauch auf. Einsatzleiter Oberbrandinspektor Stefan Wagenhofer aus Veitsau begann nach der Lageerkundung sofort mit den ersten Rettungsmaßnahmen.
Kellerbrand im Bezirk Baden
©BFKDO BADEN / ASB Markus Hackl
Während eine Rauchentlüftungsanlage installiert wurde, begab sich ein Atemschutztrupp über das Treppenhaus, um gemeinsam mit der Polizei die Evakuierung der Bewohner durchzuführen. Viele Menschen wurden aus ihrem Schlaf geweckt und mussten das Gebäude unverzüglich verlassen. Parallel durchsuchte ein zweiter Trupp das Kellergeschoss und konnte den Brandherd in einem Abteil des Kellers ausfindig machen. Sofort wurde mit den Löscharbeiten begonnen.
Feuerwehr und Rotes Kreuz betreuen Bewohner
Allmählich kamen zusätzliche Tanklöschfahrzeuge an. Löschschläuche wurden ausgerollt und ein Sammelplatz für Atemschutzträger eingerichtet. Zusammen mit dem Roten Kreuz wurden die teilweise erschrockenen Bewohner betreut, von Babys bis zu älteren Menschen. Viele trugen nur das Nötigste und warteten in der kalten Nacht in den Einsatzfahrzeugen, in Decken gehüllt.
Die zügige Bekämpfung des Brandes zeigte Erfolg, das Feuer war rasch unter Kontrolle. Mit einer Wärmebildkamera wurden verbleibende Glutnester lokalisiert und gelöscht. Nach ausreichender Belüftung zeigten Messungen keine gefährlichen CO-Werte mehr. Schließlich erteilte der Einsatzleiter den Befehl: „Brand aus, zum Abmarsch fertig!" Die Bewohner konnten unverletzt und erleichtert in ihre Wohnungen zurückkehren.
Ursache für Kellerbrand in Wohnhausanlage in Baden noch unklar
"Der raschen Entdeckung des Brandes ist es zu verdanken, dass der Einsatz ein glimpfliches Ende gefunden hat. Brandrauch ist die Haupttodesursache bei Bränden - er breitet sich oft unbemerkt aus und wirkt in Minuten tödlich. Schon wenige Atemzüge können lebensgefährlich sein", so Abschnittsfeuerwehrkommandant Brandrat Rudolf Hafellner, nach dem Einsatz erleichtert.
Die Ursache des Brandes sowie die genaue Schadenshöhe sind momentan noch unbekannt. Nachdem die Aufräumarbeiten abgeschlossen waren, kehrten die vier beteiligten Feuerwehren mit ihren zwölf Fahrzeugen und insgesamt 70 Mitgliedern in die Feuerwehrhäuser zurück, um die Einsatzbereitschaft wiederherzustellen.