Nach einer Gülle-Verunreinigung der Thaya ist das Leitungswasser in Hardegg wieder uneingeschränkt nutzbar. Die Versorgung war fast zwei Wochen lang über ein Ersatzsystem gesichert worden, nun gab es grünes Licht von der Behörde.
Nach der Verunreinigung der Thaya durch ein Gebrechen an einem Güllebecken in Tschechien ist das Leitungswasser in der Nationalparkgemeinde Hardegg (Bezirk Hollabrunn) wieder nutzbar. Bürgermeister Friedrich Schechtner (ÖVP) und der ressortzuständige Landesrat Sven Hergovich (SPÖ) haben am Freitag darüber informiert. Beide dankten der Feuerwehr, die fast zwei Wochen lang die Versorgung der Bevölkerung mit EVN-Wasser sichergestellt hatte.
Mit Freitagfrüh sei wieder auf die Entnahme aus dem Thaya-Brunnen umgestellt worden, schrieb der Hardegger Bürgermeister in einer Bürgerinformation. Die Entscheidung sei von der Wasserrechtsbehörde des Landes und der Bezirkshauptmannschaft Hollabrunn "nach Vorlage eines positiven Laborbefundes getroffen" worden. Dass die Versorgung trotz der Unterbrechung "zu jedem Zeitpunkt aufrechterhalten werden konnte, ist das Ergebnis eines außergewöhnlich koordinierten Einsatzes", erklärte Kommunal-Landesrat Hergovich. Mit der nun erfolgten Freigabe des Leitungswassers ende der Notbetrieb.
Der Hardegger Bürgermeister hatte vergangene Woche von der "Eintragung von großen Mengen an Gülle" in die Thaya aus einem Betrieb in Tschechien berichtet. Die Folge war, dass die Wasserentnahme aus dem Brunnen der Stadtgemeinde vorsorglich eingestellt werden musste.