Nach der Wahl des Gemeinderats in St. Pölten laufen die Verhandlungen der Sozialdemokraten mit anderen Parteien weiter.
Über Zwischenstände der Verhandlungen sei Stillschweigen vereinbart worden, daran halte er sich auch, so St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) am Donnerstagabend am Rande eines Pressetermins. Bis 23. Februar müsse sich der neue Gemeinderat nach der St. Pölten-Wahl konstituieren: "Ich werde alles daran setzen, dass wir bis dahin eine tragfähige, verlässliche Stadtregierung haben."
Für die SPÖ möglich sind Zweier-Koalitionen mit ÖVP, FPÖ oder den Grünen. Über mögliche Präferenzen wollte sich Stadler nicht äußern, ebenso offen ließ er die Frage nach einem detaillierten Zeitplan. "Wir reden miteinander, ich bin guten Willens." Vereinbart sei Stillschweigen, daran werde er auch die Partner messen, das sei "ein Gradmesser". Stadler räumte ein, dass er "sehr an der absoluten Mehrheit gehangen" sei. Nun werde es eine vom Wähler gewünschte Veränderung geben, "die werden wir auch vollziehen". Er wolle "dafür sorgen, dass das gute Image der Stadt und die Dynamik bleiben", betonte der Bürgermeister.
Indes hat die Volkspartei St. Pölten ihr Fraktionsteam fixiert. Vier Mandate wurden von den Wählerinnen und Wählern mittels Vorzugsstimmen direkt vergeben, die verbleibenden fünf Sitze vom Stadtparteivorstand. Darüber hinaus sind laut einer Aussendung zwei weitere Kandidaten bestimmt worden, die im Laufe der Periode nachrücken werden bzw. könnten. ÖVP-Stadtparteiobmann Florian Krumböck sprach am Donnerstag von einem Team, "das Verantwortung übernimmt - unabhängig davon, ob wir in der Stadtregierung oder in der Opposition arbeiten". Es bestehe der klare Wille, St. Pölten "positiv weiterzuentwickeln". Mit einem Vizebürgermeister und zwei Stadträten wird die Volkspartei drei Stadtsenatsmitglieder stellen.
Fix in den Gemeinderat gewählt wurden Rechtsanwältin Susanne Binder-Novak, die Angestellte Romy Windl, der Landesbedienstete Bernhard Wiehalm sowie Spitzenkandidat Landtagsabgeordneter und Stadtrat Krumböck. Die weiteren Sitze übernehmen Wirtschaftsbund-und Wirtschaftskammer-Obmann Mario Burger, Bauernbund-Obmann Michael Nagl, JVP-Obmann Lukas Neumeister sowie NÖAAB-Obmann Alexander Thallmeier. Die Landesbedienstete Marion Gabler-Söllner wird ihr Mandat für zwei Jahre ausüben und dann an Karl Prochaska, ebenfalls Landesbediensteter, übergeben, der dem Fraktionsteam ebenso bereits jetzt angehört wie die Landwirtin und stellvertretende Parteiobfrau Julia Hieger.