Der Magistrat Linz hat eine Kontrolle am Kepler Universitätsklinikum eingeleitet, nachdem dort versehentlich eine gesunde Gebärmutter entfernt wurde. Amtsärzte und Juristen untersuchen die Ursache der Fehldiagnose, so FPÖ-Gesundheitsstadtrat Raml. Der Magistrat ist als Bezirksverwaltungsbehörde für das Krankenhaus zuständig.
Die Behörde überprüft unabhängig, ob es systemische oder organisatorische Mängel bei der Einhaltung des Krankenanstalten- und Kuranstaltengesetzes gibt, sagte Gesundheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ). Die Kontrolle untersucht die Abläufe im Krankenhaus auf systematisches Versagen. Ergebnisse werden in einigen Wochen erwartet.
Das Uniklinikum hat bereits mitgeteilt, dass aus seiner Sicht kein medizinisches oder rechtliches Fehlverhalten vorliegen würde. Bei der Probe sei es "zu einer äußerst seltenen pathologischen Komplikation in Form einer minimalen Kontaminierung von Probenmaterial gekommen, was zu einer Fehldeutung des ursprünglichen Befunds geführt hat. Wie auch in der Fachliteratur beschrieben, sind solche Ereignisse extrem selten, können aber selbst bei sorgfältigsten Abläufen unter strengsten Qualitätsstandards nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden", argumentiert das KUK. Nicht Gegenstand der nun von der Stadt eingeleiteten Prüfung ist der Vorwurf, die Frau sei laut ihrem Anwalt erst vier Wochen nach Bemerken des Fehlers informiert worden. Laut KUK gab es sofort nach Vorliegen gesicherter Ergebnisse das Gespräch.