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Heimische Werbewirtschaft spürt Budgetzurückhaltung

Gestern, 13:32

Im Jahr 2025 beeinflussten wirtschaftliche Schwäche und Budgetkürzungen der Unternehmen den österreichischen Werbemarkt. Die Bruttowerbeausgaben stiegen nur geringfügig um 0,3 Prozent auf 7,13 Milliarden Euro. Es fand eine weitere Verschiebung hin zu digitalen Werbekanälen statt. Für das laufende Jahr erwarten Marktforscher keine wesentliche Verbesserung der Situation.

Die meisten Bruttowerbeausgaben entfielen wieder auf klassische Medien, die jedoch um 2,3 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro sanken. Printmedien blieben an erster Stelle, gefolgt von Fernsehen und Online-Medien. Im Vergleich zu 2024 sank das Werbevolumen für Print um 5,6 Prozent, Fernsehen um 3,5 Prozent. Online-Werbung wuchs hingegen um 3,6 Prozent.

Werbewirtschaft: Sponsoringausgaben stiegen dank Sportgroßereignissen

Im Direct Marketing stieg der Bruttowerbewert 2025 gegenüber 2024 um 1,5 Prozent auf 547 Mio. Euro, während das Sponsoringvolumen dank sportlichen Großereignissen wie der Ski-Weltmeisterschaften um 7,7 Prozent auf 1,76 Mrd. Euro nach oben sprang. Auch heuer dürften die Olympischen Winterspiele und die Fußball-WM das Sponsoringvolumen weiter nach oben treiben. Nach Branchen betrachtet investierten im vergangenen Jahr insbesondere der Lebensmittelhandel, der Pkw-Bereich (darunter verstärkt der chinesische Autohersteller BYD) deutlich mehr in Werbung. Besonders stark reduzierten laut Focus dagegen öffentliche Institutionen, Mobilfunkanbieter sowie Möbelhändler ihre Werbeausgaben.

Lebensmittelhändler unter werbestärksten Konzernen

Die werbestärksten Konzerne nach Bruttowerbewerten blieben 2025 laut Focus unverändert Rewe (Billa (Plus), Bipa, Penny, Adeg), Spar und die Lutz-Gruppe mit ihren Einrichtungshäusern. Zu den "Werbebremsern", also den Unternehmen, die ihre Werbebudgets besonders stark zurückschraubten, gehörten demnach der Mobilfunkanbieter Spusu, Nintendo und der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble. Focus-Geschäftsführer Ronald Luisser und Country-Manager Michael Degner erwarten 2026 keine spürbare Verbesserung der Gesamtlage am heimischen Werbemarkt, wie sie bei einem Pressegespräch am Mittwoch festhielten. Klassischen Offline-Medien räumten sie nur begrenzte Wachstumschancen ein, während sie Online-Medien bessere Perspektiven vorhersagten. Die Verschiebung am Werbemarkt hin zu digitalen Kanälen setze sich weiter fort.

(APA/Red)

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