Hopfen ist nicht nur eine Schlüsselzutat für Bier, sondern auch eine vielseitige Heilpflanze. Nun wurde er zur "Arzneipflanze des Jahres 2026" gekürt.
Nachdem 2025 die Artischocke als Sieger durch Ziel ging, hat die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA) heuer einen deutlich beliebteren Vertreter der Botanik zur Österreichischen Arzneipflanze des Jahres gewählt - den Hopfen. Sonst aus der Bierherstellung bekannt, kann er zur Linderung leichter Symptome psychischer Belastung und zur Förderung des Schlafs eingesetzt werden, hieß es am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien.
Hopfen (Humulus lupulus) weist ein breites pharmakologisches Wirkprofil auf, wobei die Evidenz je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich gut abgesichert ist. Am besten belegt sind Effekte auf Schlaf- und Angststörungen, sowie auf Beschwerden während der Menopause. Andere Wirkungen, etwa antibakterielle, entzündungshemmende, metabolische, neuroprotektive oder antikanzerogene Effekte, sind überwiegend experimentell beschrieben, und gesamtheitlich relevant, sollten aber noch zurückhaltend bewertet werden.