2026 wird für Pollenallergiker zur Herausforderung: Laut Pollenservice Wien steht eine deutlich intensivere Frühblüher-Saison bevor. Besonders Hasel, Erle und Birke zeigen heuer starkes Blühpotenzial.
Nach einem eher milden Pollenjahr 2025 deuten die ersten Beobachtungen für heuer auf eine deutlich stärkere Haselpollensaison hin. Die Baumhasel – häufig als Stadtbaum in Wien eingesetzt – zeigt einen überdurchschnittlichen Besatz an Kätzchen. Laut MedUni Wien ist das Potenzial für eine intensive Blüte gegeben, abhängig von den Wetterbedingungen.
Trotz des kalten Winters hat der Pollenflug noch nicht flächendeckend eingesetzt, erste Haseln sind jedoch bereits blühbereit. Pollenexperten raten zu Achtsamkeit: Schon bei 5°C und Sonnenschein kann es losgehen. In Deutschland blühten erste Haseln bereits im Dezember.
Auch bei den Erlenarten wird mit einer intensiveren Pollensaison gerechnet. Die Purpurerle ist bereits im Abblühen, nun folgen Grauerle und Schwarzerle. In Wien ist vor allem die Schwarzerle verbreitet. Spaziergänge entlang von Auen und Flüssen wie der Donau sollten Erlenpollenallergiker vermeiden, so die Empfehlung.
2025 war ein Tiefpunkt für die Birkenpollensaison – 2026 dürfte das Gegenteil eintreten. Der hohe Kätzchenbesatz spricht für eine überdurchschnittliche Blüte. Ob das tatsächliche Pollenaufkommen hoch wird, hängt jedoch von den Wetterverhältnissen zur Blütezeit ab.
Hasel, Erle und Birke sind eng verwandt und können Kreuzallergien auslösen. Wer auf einen der Frühblüher allergisch reagiert, kann auch bei Nüssen, Karotten oder Äpfeln Symptome entwickeln. Allergikern wird geraten, ihre Umgebung aktiv zu beobachten und blühende Pflanzen möglichst zu meiden.
2025 war das zweitniedrigste Birkenpollenjahr seit 50 Jahren. Auch Hasel, Beifuß und Ragweed lagen unter dem Durchschnitt. Die vollständige Statistik inklusive Diagrammen ist auf verfügbar.
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